Msgr. Guido Assmann im Kölner Dom
Msgr. Guido Assmann im Kölner Dom

20.09.2020

Guido Assmann als neuer Dompropst in Köln eingeführt "Wir machen das, weil wir das gemeinsam machen"

Köln hat einen neuen Dompropst: Msgr. Guido Assmann ist am Sonntag feierlich in sein Amt als Propst der Kölner Kathedrale eingeführt worden. Johannes Schröer war dabei und schreibt über seine Eindrücke: Von tiefen Wurzeln und vom Umbruch.

"Der Dom ist der Schutzpatron der Stadt Köln, geben sie gut auf unseren Dom Acht". Henriette Reker sagt das. Kölns Oberbürgermeisterin begrüßt den frisch eingeführten Dompropst Msgr. Guido Assmann mit einer kurze Rede auf dem Empfang für geladene Gäste im Maternushaus nach der Messe im Dom. "Der Dom verbindet uns über alle Unterschiede hinaus", betont sie, "und dies gilt es unter allen Umständen zu bewahren". Zuflucht und Sicherheit sei der Dom in unseren schwierigen, unruhigen Zeiten, sagt sie weiter.

Im Rheinland so verwurzelt wie im katholischen Glauben

Msgr. Assmann sei ein Mann, der im Rheinland ebenso tief verwurzelt sei wie im katholischen Glauben. Und der sei noch sehr lebendig. Die Oberbürgermeisterin verweist da auf die vielen Traditionen und Feste, die nahezu alle Menschen im Rheinland in ihren Bann ziehen und die katholisch grundiert seien.

Das gilt für den Karneval in Köln ebenso wie für das Schützenfest in Neuss, wo Msgr. Assmann vorher als Stadtdechant tätig war. Wie um Rekers These zu belegen, sind zum Empfang des neuen Dompropstes auch der aktuelle Schützenkönig aus Neuss Kurt Koenemann und Kölns oberster Karnevalist Christoph Kuckelkorn gekommen – für die beiden ist das eine Selbstverständlichkeit.

Assmann: "Ich brauche dich, sagt Gott"

Vor dem Empfang hat der frisch ernannte Dompropst während der Einführungsmesse über das Tagesevangelium mit dem Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg des Herrn gepredigt. „So werden die Letzten die Ersten sein und die Ersten die Letzten“, heißt es da. Wenn Gott Arbeiter für seinen Weinberg suche, werde jeder einzelne gebraucht, sagt Msgr. Assmann.

„Ich brauche dich – das sagt Gott zu jedem von uns“. Und dann zählt Assmann all diejenigen auf, die Gott braucht, damit auch die Arbeit als neuer Dompropst gelingt. Die Lektorinnen und Lektoren, die Messdiener, die Küster, Elektriker, alle die im Chor singen usw. „Ich brauche dich, sagt Gott“.

Gemeinsam machen

Dass Msgr. Assmann bereit ist, zunächst zuzuhören und allen auf Augenhöhe zu begegnen, hat er schon am frühen Morgen dieses für ihn so wichtigen Sonntags gezeigt. Assmann ist vergangene Woche von Neuss ins Kölner Kurienhaus am Roncalliplatz umgezogen. Seine Wohnung befindet sich eine Etage über den Räumen von DOMRADIO.DE.

Auf dem Weg am Morgen zum Dom hat er im Treppenhaus einen Abstecher zu uns gemacht, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen schönen Sonntag gewünscht, zwei, drei Sätze über die Live-Übertragung der Messe geplaudert und dann gestanden, dass er schon nervös sei.

Nach der Messe habe der Küster in der Sakristei zu ihm gesagt, 'Wir machen das, weil wir das gemeinsam machen', so zitiert Msgr. Assmann einen seiner neuen Mitarbeiter später auf dem Empfang im Maternushaus. Auf das "Gemeinsam-machen" freut er sich sehr. Und dann erzählt er, dass er nun schon drei Nächte in seiner neuen Wohnung im Kurienhaus übernachtet hat – und dass er drei Abende auf den belebten Roncalliplatz hinuntergeschaut hat – mit all den vielen verschiedenen Menschen.

"Das haben wir immer schon so gemacht, kann kein Argument sein"

In seiner Predigt hat Msgr. Assmann auch von dem Umbruch gesprochen, den die Kirche zu bewältigen habe. "Das haben wir immer schon so gemacht, kann kein Argument sein", hat er gesagt und in großer Offenheit betont er: "Ich hoffe, dass ich viele Menschen in Köln kennenlerne". Während der Messe hat er sich das Gebet aller Gläubigen gewünscht, damit es ihm gelingen möge, den Dom auch weiterhin so einladend offen zu halten wie bisher.

Beim Empfang im Maternushaus geht Msgr. Assmann dann von Tisch zu Tisch, stößt mit allen an, plaudert – die Freude auf sein neues Amt ist ihm anzumerken. 

Johannes Schröer
(DR)

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