Führen durch den Dom: Dompropst Gerd Bachner
Dompropst Gerd Bachner sitzt im Kölner Dom

23.05.2019

Neues Logo für den Kölner Dom gesucht "Markant, zeitlos und wertig"

Er ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Deutschlands und "das Herz der Stadt": der Kölner Dom. Nun wird für die Kathedrale und die dazu gehörenden Institutionen ein neues, zentrales Logo und ein neues Corporate Design gesucht.

Das Kölner Domkapitel hat deshalb einen Wettbewerb für Designer, Grafiker und Agenturen ausgeschrieben. Dies teilte das Domkapitel am Donnerstag in Köln mit. "Unser neues Erscheinungsbild soll markant, zeitlos und wertig sein", erläuterte Dompropst Gerd Bachner.

Das Domkapitel wolle den Dom in den kommenden Jahren verstärkt als Ort des Glaubens, Ort der Heiligen Drei Könige, Ort der Kunst und Kultur sowie als Ort des Willkommens prägen, hieß es. Dieses Anliegen solle auch in eine aussagekräftige grafische Dachmarke übersetzt werden. Bewerbungen sind bis zum 7. Juni möglich.

Das Metropolitankapitel verwaltet den Kölner Dom und vertritt ihn nach außen. Der Kölner Dom ist die Bischofskirche des Erzbischofs von Köln und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Mit 20.000 bis 30.000 Besucher am Tag ist die Kathedrale eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Deutschlands.

Der Dom gehört sich selbst

Das Gotteshaus beherbergt die Reliquien der Heiligen Drei Könige, die Erzbischof Rainald von Dassel 1164 aus Mailand nach Köln brachte.

Der Grundstein für den gotischen Neubau an der Stelle mehrerer Vorgängerkirchen wurde 1248 gelegt; 1322 wurde der Chor geweiht. Mittelschiff, Querhäuser und Seitenschiffe der Kölner Bischofskirche folgten bis 1560. Dann stoppten die Querelen um die Reformation und Geldmangel den Baubetrieb.

1794 benutzten französische Truppen den halbfertigen Dom als Futtermagazin und Gefangenenlager. Erst im Zuge der politischen Restauration und der Romantik im 19. Jahrhundert wuchs der Wunsch nach Vollendung. Unter protestantisch-preußischer Herrschaft wurde am 4. September 1842 der Grundstein zum Weiterbau der Kathedrale gelegt. Schon 1880 kam der Schlussstein auf die südliche Turmspitze.

Ein juristisches Kuriosum: Als eingetragene Rechtsperson gehört sich der Dom selbst. Verwaltet wird er nicht vom Kölner Erzbischof, sondern vom Domkapitel.

(epd, KNA)

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