Gerhard Robbers
Gerhard Robbers

23.04.2013

Ein Kirchentagspräsident, der ermuntert und ermutigt Gerhard Robbers

Der Präsident des 34. Evangelischen Kirchentags in Hamburg (1. bis 5. Mai) ist ein Mann der leisen Töne. Gerhard Robbers macht nicht viel Wind um sich, sondern freut sich vor allem über «die vielen interessanten Menschen», die er seines Amtes wegen rund um das Großereignis Kirchentag trifft.

Schon seit vielen Monaten ist der heute 62-Jährige unermüdlich in Sachen Kirchentag unterwegs. Die Präsidentschaft übernahm er Ende Oktober 2011 von Katrin Göring-Eckardt, die im Juni 2011 Präsidentin des Kirchentages in Dresden war, Hamburgs Partnerstadt an der Elbe. 2009 war Bremen Austragungsort des Protestantentreffens - Hamburg wird jetzt der dritte «Kirchentag der Schiffe».

Robbers sei jemand, «der ermuntert und ermutigt», bescheinigte ihm Generalsekretärin Ellen Ueberschär. Gebe es Schwierigkeiten, sei er «mit seiner gewinnenden und humorvollen Art» sofort bereit zu helfen und Gespräche zu führen. Diese Dialogfähigkeit brauchte der verheiratete Familienvater mit vier Kindern auch in seinem Berufsleben: Nach seinem Jura-Studium promovierte Robbers in Freiburg über «Gerechtigkeit als Rechtsprinzip» und habilitierte über das Thema «Sicherheit als Menschenrecht». Seit 1989 lehrt Robbers als Professor in Trier Öffentliches Recht, Kirchenrecht, Staatsphilosophie und Verfassungsgeschichte.

In jungen Jahren war Robbers von Kirche und Christentum nicht sonderlich überzeugt. Er trat aus der Kirche aus, weil er vieles von dem nicht glauben konnte, was ihm da erzählt wurde. Erst mit Anfang 30 habe er zurückgefunden, sagt er. Der Glaube sei ihm zu einer «Erkenntnisebene» geworden, «die man als junger Mensch nicht hat».

In der Kirchentagslosung «Soviel du brauchst» sieht Robbers «jede Menge Zuspruch und Aufforderung». Sie stelle die Frage nach dem «ehrbaren Kaufmann», also dem ethischen Wirtschaften in Unternehmen. Oder die Frage nach dem Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen, Weltanschauungen und Religionen - ein hochaktuelles Thema im multikulturellen Hamburg.

«Unsere Sorge muss es sein, dass wir das, was wir haben, auch richtig einsetzen», sagt Robbers. Das werde vielleicht die Kernaussage des Kirchentages. Vor allem aber auch seine Kernaufgabe.

(epd)

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