Ein Demonstrant in Myanmar hält ein Osterei mit der Aufschrift "Sure we will win" (Wir werden sicher gewinnen)
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Demonstranten in Myanmar zeigen den Drei-Finger-Gruß mit Ostereiern
Demonstranten in Myanmar zeigen den Drei-Finger-Gruß mit Ostereiern

04.04.2021

Aktivist sieht Symbol der Hoffnung Mit Ostereiern gegen die Junta

Mit Ostereiern als Zeichen der Hoffnung hat die Widerstandsbewegung in Myanmar auch am Ostersonntag ihre Proteste gegen die Militärjunta fortgesetzt. Der als "Dr. Sasa" bekannte Christ, der die Untergrundbewegung vertritt, lobte die Aktion. 

Tausende buntbemalte Ostereier, auf denen Slogans wie "Gerechtigkeit muss gewinnen", "Rettet Myanmar" oder "Hau ab, MAH" geschrieben waren, wurden von Aktivisten auf Straßen und Plätzen gelegt, wie myanmarische Medien am Sonntag berichteten.

Kreative Protestaktionen gegen die Diktatur  

MAH ist die Abkürzung des Namens von Juntachef General Min Aung Hlaing. Ostern hat im mehrheitlich buddhistischen Myanmar keine Tradition, aber die "Bewegung für zivilen Ungehorsam" (CDM) hat es seit Beginn der Protestaktionen gegen die Diktatur immer wieder verstanden, mit bunten und fantasievollen Aktionen internationales Medieninteresse hervorzurufen.

Der als "Dr. Sasa" bekannte Christ, der im Namen der von gewählten Parlamentsabgeordneten gebildeten Untergrundregierung sein Land bei den Vereinten Nationen vertritt, lobte in seiner Osterbotschaft die "Kreativität, die Tapferkeit und den Mut unseres Volkes." Er erklärte auf Twitter: "An Ostern dreht sich alles um die Zukunft. Möge das diesjährige Ostern den Vereinigten Staaten von Myanmar neue Hoffnung und Stärke bringen."

Christlicher Aktivist wegen Hochverrat angeklagt

Der Politiker konnte kurz nach dem Putsch aus Myanmar fliehen und wurde Mitte März von der Junta wegen Hochverrats angeklagt. Die Untergrundregierung will nach einem erfolgreichen Widerstand gegen das Militär den Vielvölkerstaat Myanmar in einen föderalen Staat umwandeln und sich für die Rechte von Minderheiten einsetzen. Das Militär hingegen versteht sich als Wahrer der Einheit und bekämpft mit Gewalt jeden Ansatz eines föderalen Systems.

Bereits in den frühen Morgenstunden des Ostersonntags gedachten in mehreren Städten Hunderte Menschen mit Mahnwachen und Kerzen den seit dem Putsch vom 1. Februar getöteten Demonstranten. Nach Angaben der "Hilfsvereinigung für politische Gefangene - Birma" (AAPPB) wurden bisher 557 Demonstranten von den Sicherheitskräften erschossen.

(KNA)

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