Symbolbild Organspendeausweis
Symbolbild Organspendeausweis

14.02.2020

Organspende-Neuregelung passiert Bundesrat Grünes Licht

Die im Januar vom Bundestag beschlossene Neuregelung bei der Organspende hat grünes Licht aus den Bundesländern bekommen. Am Freitag passierte das Gesetz zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft den Bundesrat.

Die Regelung sieht vor, dass die Bürger häufiger mit der Frage nach ihrer eigenen Bereitschaft konfrontiert und aufgeklärt werden mit dem Ziel, die Entscheidung auch festzuhalten. Dafür soll ein Online-Register aufgebaut werden.

Fraktionsübergreifend hatte der Bundestag lange Zeit um eine Neuregelung gerungen. Der Vorschlag einer Abgeordnetengruppe um Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), wonach jeder in Deutschland Spender werden sollte, der dem nicht widersprochen hat, fiel im Parlament durch.

Mit der beschlossenen Reform, die von einer Gruppe um die Grünen-Chefin Annalena Baerbock und Linken-Chefin Katja Kipping eingebracht wurde, bleibt es beim bisherigen Grundsatz, dass Organe nur bei entsprechender Zustimmung entnommen werden dürfen.

Zustimmung in Umfragen hoch

Behörden wie die Einwohnermeldeämter werden künftig verpflichtet, über die Organspende zu informieren. In einer Entschließung kritisierte der Bundesrat, dass diese Pflicht auch für Ausländerbehörden bestehen soll. Durch sprachliche Barrieren und das für viele Ausländer fremde System für Organspenden drohten Missverständnisse, heißt es in der Entschließung.

Fälschlicherweise könne der Eindruck entstehen, dass es eine Verknüpfung zwischen der Bereitschaft zur Organspende und der Entscheidung über die Aufenthaltsgenehmigung gebe. Die Länder forderten die Bundesregierung auf, diese Informationspflicht wieder aufzuheben.

Die Zustimmung zur Organspende ist Umfragen zufolge in Deutschland hoch. Dennoch trägt denselben Umfragen zufolge nur eine Minderheit einen Organspendeausweis mit sich. Die Spenderzahlen sind in Deutschland im europäischen Vergleich am geringsten. 932 Spender wurden 2019 gezählt. Rund 9.000 Menschen standen Ende vergangenen Jahres auf der Warteliste für ein lebensrettendes Organ.

(epd)

Gottesdienste auch auf Facebook und Youtube

DOMRADIO.DE überträgt alle Gottesdienste auch auf Facebook und Youtube und Periscope.

DOMRADIO hören

Laden Sie sich unsere App herunter – kostenlos in den Stores. DOMRADIO hören Sie auch übers Internetradio, Smartspeaker, andere gängige Radio-Apps, in Köln auf UKW 101,7, in Berlin/Brandenburg über DAB+ und natürlich auf DOMRADIO.DE.

Himmelklar Podcast

durchatmen – Der Seelsorge Podcast

Podcast: Der Morgenimpuls von Schwester Katharina

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Weihbischof Puff: täglicher Impuls und Fürbitten

WBS-Weggeleit

Messenger-Gemeinde

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

 02.06.2020
Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…