Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hängt ein Kreuz auf
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hängt ein Kreuz auf

13.08.2019

Stoiber: Verstehe Marx' "harte Tonart" bei Kreuzerlass nicht Irritationen zwischen CSU und Kirche?

Bayerns früherer CSU-Ministerpräsident Edmund Stoiber hat Unverständnis zum Umgang der Kirchen mit dem Kreuzerlass geäußert. Die Kirchen hätten einen "unnötigen Konflikt mit der Staatsregierung [...] vom Zaun gebrochen".

Das sagte Stoiber der katholischen Wochenzeitung "Die Tagespost". "Kardinal Marx hat Markus Söder sogar eine Spaltung der Gesellschaft vorgeworfen! Diese harte Tonart kann ich bis heute nicht nachvollziehen." Damals hätten auch hohe Kirchenvertreter wie der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer und Kardinal Gerhard Ludwig Müller widersprochen. Der Kreuzerlass des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) für Landesbehörden war am 1. Juni 2018 in Kraft getreten. Demzufolge soll ein Kreuz im Eingangsbereich aller Dienstgebäude des Freistaats hängen.

Zu kirchlicher Kritik an der CSU-Flüchtlingspolitik sagte Stoiber: "Katholische Wähler sind für die CSU nach wie vor eine wichtige Stütze. Aber die Katholiken waren nach der Flüchtlingskrise im Herbst 2015 kein homogener Block mehr." Es habe einerseits viele kirchliche Flüchtlingshelfer gegeben, "die manch harten Ton aus der CSU nicht nachvollziehen konnten, aber auch diejenigen, die der islamischen Einwanderung aus kulturellen Gründen kritisch gegenüberstanden".

"Ein überzeugter Katholik"

Er denke, dass viele Irritationen zwischen CSU und Kirche mittlerweile ausgeräumt seien, so Stoiber. Er gab zudem Tipps, wie sich das Verhältnis zwischen CSU und Kirche aus seiner Sicht verbessern ließe: "Reden, reden, reden. Im Dialog bleiben und bei Meinungsverschiedenheiten versuchen, auch die andere Seite zu verstehen, besonders auch die Christen, die Angst vor der Fremdheit im eigenen Land haben."

Auf die Frage, ob die CSU nicht stärker ihr "C"-Profil in der Tagespolitik herausstellen müsse, sagte Stoiber: "Der Schutz des menschlichen Lebens und der Schutz der Menschenwürde gehören zur DNA der CSU, zum Beispiel auch in der Debatte um das Werbeverbot für Abtreibungen. Aber christliche Politik geht weit darüber hinaus: Bewahrung der Schöpfung, Solidarität mit den sozial Schwachen" – das sei auch heute noch das Programm der CSU. Stoiber betonte, er selbst sei "ein überzeugter Katholik" und "stark durch den Glauben geprägt".

(KNA)

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