Gesetzestext des Paragrafen 219a Strafgesetzbuch
Gesetzestext des Paragrafen 219a Strafgesetzbuch

01.02.2019

Katholische Kirche sieht Schieflage bei Reform von Paragraf 219a Reform "nicht erforderlich"

Die katholische Kirche befürchtet bei der geplanten Reform des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche eine "Schieflage". Das Katholische Büro schlägt konkrete Änderungen vor.

Als Grund wird die vorgesehene "starke Betonung" öffentlicher Informationen durch Ärzte und insbesondere auch staatliche Stellen im Paragrafen 219a des Strafgesetzbuches angesehen. Diese lasse die gesetzlich festgelegte zentrale Rolle der persönlichen Beratung "in den Hintergrund treten", heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme des Katholischen Büros in Berlin, die der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) vorliegt.

Dies erscheine "bedenklich", sei doch "die Beratung der Ort, an dem die Frauen in geschützter Umgebung ... alle notwendigen Informationen erhalten sollen, die sie für ihre Entscheidung benötigen". Zudem stellt das Katholische Büro infrage, ob die geplante Reform noch der vom Bundesverfassungsgericht auferlegten Pflicht gerecht werde, "das verfassungsrechtliche Verbot des Schwangerschaftsabbruchs zu bestätigen und zu verdeutlichen".

Konkrete Gegenvorschläge

Die Reform hält das Büro, das die Bischofskonferenz in der Bundespolitik vertritt, insgesamt für "nicht erforderlich". So stünden Frauen bereits umfangreiche Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen zur Verfügung – beim eigenen Arzt, im Internet oder über öffentliche Stellen. Gleichwohl begrüßt das Kommissariat, dass der Kompromiss der Koalition aus Union und SPD nicht der Forderung nach einer Streichung des Werbeverbots nachkomme.

Das Katholische Büro schlägt konkrete Änderungen vor: So sollten Ärzte und Krankenhäuser mit der Information über Abtreibungen zugleich auf die Notwendigkeit einer anerkannten Beratung hinweisen. Dadurch bliebe erkennbar, dass es sich nicht um eine normale ärztliche Leistung handele, und die Bedeutung der auf den Schutz des ungeborenen Lebens ausgerichteten ergebnisoffenen Beratung würde betont.

Katholisches Büro hält am Verbot fest

Die Pflichtberatung ist aus Sicht des Büros auch der geeignete Ort, um darüber zu informieren, wo ein Schwangerschaftsabbruch durchgeführt werden könnte. Eine geplante Veröffentlichung von Listen wird dagegen abgelehnt. Nach dem bisherigen Referentenentwurf sollen Ärzte und Krankenhäuser auch öffentlich – etwa über das Internet – informieren können, ob sie Abtreibungen vornehmen.

Es soll eine von der Bundesärztekammer geführte Liste mit entsprechenden Ärzten und Krankenhäusern geben. Das Verbot der Werbung soll aber erhalten bleiben, "um das Rechtsgut des ungeborenen Lebens zu schützen."

(KNA)

Gottesdienste auch auf Facebook und Youtube

DOMRADIO.DE überträgt alle Gottesdienste auch auf Facebook und Youtube und Periscope.

DOMRADIO hören

Laden Sie sich unsere App herunter – kostenlos in den Stores. DOMRADIO hören Sie auch übers Internetradio, Smartspeaker, andere gängige Radio-Apps, in Köln auf UKW 101,7, in Berlin/Brandenburg über DAB+ und natürlich auf DOMRADIO.DE.

Himmelklar Podcast

durchatmen – Der Seelsorge Podcast

Podcast: Der Morgenimpuls von Schwester Katharina

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Weihbischof Puff: täglicher Impuls und Fürbitten

WBS-Weggeleit

Messenger-Gemeinde

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

 01.06.2020
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

16:00 - 18:00 Uhr

Gottesdienst

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

16:00 - 18:00 Uhr

Gottesdienst

19:00 - 20:00 Uhr

DOMRADIO Kopfhörer

20:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Musica

  • Geistliche und klassische Musik am Pfingstmontag in "Musica"
22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…