27.09.2018

​Engagement von Juden in der AfD stößt auf Unverständnis "Durchsichtiger Versuch, sich reinzuwaschen"

Die geplante Gründung der Gruppe "Juden in der AfD" sorgt für Kritik. Er könne dieses Engagement nicht verstehen, sagte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, in einem Zeitungsinterview

Die AfD schüre Hass und Ressentiments. "Natürlich treffen Juden nicht nur kluge Entscheidungen", so Schuster im Interview mit der "Passauer Neuen Presse". In seinen Augen seien aber Teile der AfD rechtsextrem. Daher sei auch eine Beobachtung der Partei durch den Verfassungsschutz gerechtfertigt.

Schuster sagte weiter, er beobachte eine zunehmende Verunsicherung in den jüdischen Gemeinschaften. Es gebe zwar noch keine Tendenz zur Auswanderung; "wir sitzen nicht auf den sprichwörtlichen gepackten Koffern, schauen aber zum Teil nach, wo unsere Koffer stehen".

"Versuch wird sicher scheitern"

Der Kreis der "Juden in der Alternative für Deutschland" will sich nach Angaben der Partei am 7. Oktober in Offenbach gründen. Auf Unverständnis stößt die Ankündigung auch bei den religionspolitischen Sprechern der anderen Parteien. Unionsvize Hermann Gröhe (CDU) zeigte sich entsetzt. "Die Entscheidung für die Mitgliedschaft in einer Partei, die die Verharmlosung nationalsozialistischen Unrechts und antisemitischer Töne in ihren Reihen duldet, ist für mich ohnehin nicht nachzuvollziehen, bei Juden aber ganz besonders unverständlich", sagte er der "Rheinischen Post".

Der religionspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Lars Castellucci, erinnerte an die Verfolgung von Jüdinnen und Juden durch Nationalsozialisten. "Dafür, dass sich jetzt eine jüdische Plattform in einer Partei formieren soll, die selbst Nazis in ihren Reihen hat, habe ich kein Verständnis", sagte er der Zeitung. Der FDP-Religionspolitiker Stefan Ruppert bezweifelte das Ergebnis der geplanten Plattform-Gründung. "Der Versuch, sich mit einer jüdischen Vorfeldorganisation gegen den wohlbegründeten Vorwurf antisemitischer Tendenzen reinzuwaschen, ist so durchsichtig, dass er sicher scheitern wird."

"Menschenverachtende Politik"

Die Grünen schlossen sich den Warnungen von Vertretern jüdischer Gemeinden ausdrücklich an. "Die AfD ist mit ihrer intoleranten, selbstgerechten, pseudopatriotischen Agenda und als eine religiöse Minderheiten stigmatisierende und diskriminierende Partei eine Gefahr für uns alle", sagte Grünen-Religionspolitiker Konstantin von Notz.

Die Linken-Religionspolitikerin Christine Buchholz betonte, "weiter gemeinsam mit jüdischen und muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern gegen die menschenverachtende Politik der AfD vorgehen" zu wollen.

(KNA)

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