Kölner Zentralmoschee von Ditib
Kölner Zentralmoschee von Ditib

04.04.2018

CDU-Politiker Spahn kritisiert Teile des Islams "Zu oft ein Nebeneinander"

CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn kritisiert den deutsch-türkischen Moscheeverband Ditib: "Ditib ist in weiten Teilen keine religiöse, sondern eine politische Einrichtung", sagte Spahn am Mittwoch der "Neuen Zürcher Zeitung".

Die größte muslimische Vereinigung in Deutschland sei "radikal, wenn es um die Politik in der Türkei und Erdogan geht", so Bundesgesundheitsminister Spahn. In der Vergangenheit habe Ditib wichtige Arbeit bei der Integration von türkischen Gastarbeitern geleistet, fügte Spahn hinzu. "Damals war die Türkei aber noch ein laizistischer Staat. Heute müssen wir von der Ditib verlangen, sich endlich von Ankara zu lösen."

Muslimisches Gemeindeleben in Deutschland sollte unabhängig sein von Einfluss aus dem Ausland, forderte der CDU-Politiker. Dazu zähle die Finanzierung von Bauten genauso wie die Entsendung von Imamen. Deutschland brauche weniger türkische und mehr deutsche Moschee-Gemeinden. "Nur so entwickelt sich ein Islam, der in unserem Land zu Hause ist."

Spahn: Wollen alle Muslime zu Deutschland gehören?

Auf die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehöre, sagte Spahn: "Natürlich gehören die Muslime zu Deutschland." Aber die Frage sei doch: "Wollen alle Muslime zu Deutschland gehören? Noch erleben wir zu oft ein Nebeneinander." Der reaktionäre Teil des Islam mache das Zusammenleben schwierig. "Wenn Töchter zwangsverheiratet werden, wenn gegen Schwule und Juden gehetzt wird, dann gehört das sicher nicht zu unserem Land. Unsere Verfassung, unsere Werte, unsere kulturellen Errungenschaften sind nicht verhandelbar."

Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) ist der größte islamische Verband in der Bundesrepublik. Sie vertritt nach eigenen Angaben mehr als 900 formell selbstständige Mitgliedsvereine, deren religiöse, soziale und kulturelle Tätigkeiten sie koordinieren will.

 

(KNA)

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