Versöhnungsabkommen zwischen Hamas und Fatah
Versöhnungsabkommen zwischen Hamas und Fatah
Pater Nikodemus Schnabel vor der Jerusalemer Dormitio-Abtei
Pater Nikodemus Schnabel vor der Jerusalemer Dormitio-Abtei

12.10.2017

Kirchenvertreter beurteilen Fatah-Hamas-Abkommen positiv Hoffnungsvolles Zeichen

Ein Signal für den Frieden? Das von den Palästinenserorganisationen Fatah und Hamas unterzeichnete Versöhnungsabkommen bewerten Kirchenvertreter jedenfalls als hoffnungsvolles Zeichen für die Christen im Heiligen Land.

"Die innerpalästinensische Einheit ist den Leuten auf der Straße ein wichtiges Anliegen und auch deshalb nötig, damit der Mensch wieder im Mittelpunkt stehen kann", sagte der Leiter der deutschsprachigen Dormitio-Abtei in Jerusalem, der Benediktiner Nikodemus Schnabel, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Insbesondere für die kleine christliche Minderheit im Gazastreifen ist die Einigung zwischen Fatah und Hamas nach Einschätzung von Schnabel ein Zeichen der Hoffnung, weil sich dadurch eine schützende Stabilisierung abzeichnen könnte. "Das Abkommen gibt Hoffnung, dass Gaza nicht in Destabilisierung, Chaos oder eine vollkommene Radikalisierung verfällt", so Schnabel.

Positiv für Friedensprozess

Als "positiv für das palästinensische Volk, für den Friedensprozess und für Gerechtigkeit" bewertet auch der Präsident des Lutherischen Weltbunds, Bischof Munib Younan, die Annäherung zwischen Fatah und Hamas. Die Kirche habe wiederholt zur Einheit der Palästinenser aufgerufen, die auch die Verhandlungsposition stärke, sagte der Palästinenser der KNA. Auch wenn die schwierige Umsetzung des Abkommens noch bevorstehe, gebe sein Abschluss "Hoffnung, dass sich Dinge zum besseren ändern werden".

Nach Einschätzung des Leiters der Konrad-Adenauer-Stiftung in Ramallah, Marc Frings, hängt das Potenzial zu einer substanziellen Verbesserung der innerpalästinensischen Einheit davon ab, ob dem Versöhnungsabkommen weitere Schritte folgen werden. "Ein 10-jähriger Bruch kann nicht mit einer Unterschrift geheilt werden, sondern muss wieder zusammenwachsen", sagte Frings der KNA. In der Bringschuld sieht der Stiftungsvertreter unter anderem die fragmentierte palästinensische Gesellschaft, die einen solchen Prozess begleiten müsse.

Zehn Jahre andauernde Feindschaft beigelegt

Nach Einschätzung des Stiftungsvertreters ist das Vertrauen der Palästinenser in ihre politische Führung gegenwärtig an einem Tiefpunkt. "Sollte das Abkommen ein erster Schritt sein, mit dem die palästinensische Führung ein Mandat der Straße zurückgewinnt, sehe ich Chancen", so Frings. Maßgeblich für den Erfolg seien Fragen nach einer Reform der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), nach Wahlen in den Palästinensergebieten, aber auch Bemühungen um einen wirtschaftlichen Aufschwung vor allem in Gaza.

Fatah und Hamas hatten nach zweitägigen Verhandlungen in Kairo ihre seit zehn Jahren andauernde Feindschaft beigelegt. Das Versöhnungsabkommen sieht vor, dass Gazastreifen und Westjordanland künftig von einer Einheitsregierung verwaltet werden. Viele Details der vereinbarten Machtteilung wurden zunächst nicht bekanntgegeben.

(KNA)

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