Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier mit Kardinal Lehmann (r.)
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier mit Kardinal Lehmann (r.)

30.11.2016

Hessen ehrt Kardinal Lehmann Herausragender Brückenbauer

Der frühere Mainzer Bischof Kardinal Karl Lehmann hat für sein Lebenswerk die Wilhelm Leuschner-Medaille des Landes Hessen erhalten. Lehmann sei ein herausragender Brückenbauer zwischen Kirche und Staat, heißt es in der Würdigung.

Die Leuschner-Medaille wurde ihm am Mittwoch im Wiesbadener Biebricher Schloss im Rahmen eines Festakts von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) überreicht. Sie ist die höchste Auszeichnung, die Hessen zu vergeben hat. Die Hessen, so Bouffier, hätten Lehmann tief ins Herz geschlossen.

Einfühlungsvermögen

Der Kardinal stehe für die Erneuerung der Kirche und den Geist der Ökumene. Er reiche den Menschen außerhalb der katholischen Kirche seine Hand und setze sich mit Einfühlungsvermögen, Kraft und Beharrlichkeit für das Miteinander der Christen ein.

Lehmann war fast 33 Jahre Bischof des Bistums Mainz, das sich zum allergrößten Teil auf Hessen erstreckt. Von 1987 bis 2008 war er Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. An seinem 80. Geburtstag am vergangenen Pfingstmontag trat er als Bischof von Mainz zurück.

Die Verleihung der Leuschner-Medaille an Lehmann markierte den Auftakt zweitägiger Festlichkeiten in der Landeshauptstadt zum 70-Jahr-Jubiläum des Bundeslandes Hessen in seiner heutigen Form. Sein Gründungstag ist der 1. Dezember 1946. Damals gaben sich die Bürger in einer Volksabstimmung eine neue Verfassung.

Dank für Umgang miteinander

Lehmann wünschte Hessen und den Menschen im Land Gottes Segen und alles Gute. Ausdrücklich bedankte er sich für die Art und Weise des Umgangs miteinander im "politischen Geschäft und zumal mit den Kirchen und Religionen".

Der Namensgeber der ihm verliehenen Auszeichnung, Wilhelm Leuschner, war von 1928 bis 1933 hessischer Innenminister. Leuschner zählte zu den wichtigsten Persönlichkeiten des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler wurde Leuschner zum Tode verurteilt und am 29. September 1944 hingerichtet.

Die nach ihm benannte Medaille wird an Persönlichkeiten vergeben, die sich beispielhaft für Demokratie, Freiheit und soziale Gerechtigkeit eingesetzt haben. Zu den Trägern der Medaille gehören etwa Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Philosoph Jürgen Habermas und der vor drei Jahren verstorbene Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki.

(KNA)

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