08.12.2014

CSU rückt offenbar von umstrittener Deutsch-Forderung ab "Den Fehler muss man einräumen"

Nach heftiger Kritik an der Forderung der CSU, Einwandererfamilien sollten zu Hause Deutsch sprechen, rückt die Partei nun von ihrer ursprünglichen Formulierung ab.

Die CSU rückt offenbar von ihrer umstrittenen Forderung ab, wonach Zuwanderer in der Familie Deutsch sprechen sollten. "Ich kannte den Entwurf nicht und war von der konkreten Formulierung selbst überrascht", erklärte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Stephan Mayer (CSU) der Berliner "tageszeitung". "Diese Formulierung war missverständlich und unglücklich, sie wird jetzt geändert. Das war ein Fehler, das muss man offen einräumen".

Mit der Formulierung, die von der CSU-Landesleitung in Bayern stammt, geht Mayer hart ins Gericht: "Eine Partei wie die unsere, die sich ins Stammbuch geschrieben hat, dass sie freiheitlich gesonnen ist und die Familien stärken will, tut gut daran, die Leute nicht zu bevormunden, welche Sprache sie zu Hause sprechen. Es geht uns darum, Einwanderer zu motivieren, neben der Muttersprache Deutsch zu lernen und zu sprechen - nicht, sie zu gängeln", sagte Mayer.

"Wer soll das denn überprüfen?"

Sowohl aus den eigenen Reihen als auch von der Opposition war der Vorschlag kritisiert worden. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), nannte die CSU-Forderung am Montag im ZDF-Morgenmagazin absurd. "Wer soll das denn überprüfen?", fragte die stellvertretende SPD-Vorsitzende. Nach Angaben der Integrationsbeauftragten Özoguz zeigen wissenschaftliche Erkenntnisse eindeutig, dass Eltern mit ihren Kindern die Sprache sprechen sollten, die sie am besten beherrschen.

Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Thomas Strobl betonte ebenfalls, er halte nichts von der Forderung der Schwesterpartei CSU.

Auch CDU-Generalsekretär Peter Tauber sprach sich dagegen aus.

In dem entsprechenden Leitantrag für den CSU-Parteitag am kommenden Wochenende in Nürnberg hatte es geheißen: "Wer dauerhaft hier leben will, soll dazu angehalten werden, im öffentlichen Raum und in der Familie deutsch zu sprechen."

(KNA)

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