04.12.2014

NRW-Innenministerium überprüft Hochzeitssendung Geschmacklos und vielleicht rechtswidrig

Das NRW-Innenministerium überprüft, ob die Standesamts-Trauungen bei der umstrittenen TV-Hochzeitssendung rechtmäßig erfolgen. Zuvor hatte Kardinal Woelki die Sat.1-Sendung als "geschmacklose Kuppelshow" kritisiert.

Die Sprecherin des NRW-Innenministeriums, Birgit Axler, bestätigte am Mittwoch in Düsseldorf, dass ihre Behörde von der Standesamtsaufsicht in Leverkusen eine "informatorische Unterrichtung" angefordert habe.

Erstes Rendezvous auf dem Standesamt

In der ersten Staffel der Sendung war auf dem Leverkusener Standesamt ein Paar getraut worden, das sich nach Auskunft des Senders zuvor nicht kannte und bei der Hochzeit zum ersten Mal gesehen hatte.

Derzeit habe das Innenministerium keine Hinweise darauf, dass der Standesbeamte in Leverkusen rechtswidrig gehandelt habe, betonte die Sprecherin des Innenministeriums, das in NRW für das Personenstandswesen zuständig ist. Bei der Überprüfung des Vorgangs gehe es darum festzustellen, ob im Vorfeld der standesamtlichen Trauung "alle Formalien eingehalten" worden seien. Insbesondere wolle das Innenministerium wissen, wer die Sat.1-Hochzeit unter welchen Voraussetzungen beim Standesamt angemeldet habe.

"Im Blick auf die derzeitige öffentliche Diskussion lassen wir uns über die verfahrensmäßigen Abläufe dieser Sendung unterrichten", sagte Axler. Über ein weiteres Vorgehen des Innenministeriums sei bisher nicht entschieden. Ein Standesbeamter handle "weisungsungebunden".

Woelki: Sendung pervertiert Ehe und Liebe

Der Kölner Erzbischof, Rainer Maria Kardinal Woelki, hatte die Sat.1-Hochzeitssendung als "geschmacklose Kuppelshow" kritisiert.

Dadurch würden Ehe und Liebe "pervertiert". Der Kardinal nannte es geschmacklos, aus reinen Kommerzgründen Leute vor die Kamera zu zerren und die Frischverheirateten als neues Liebes-Traumpaar vorzuführen. Hier würden "Dinge in den Schmutz gezogen, die anderen heilig" seien.

Die Leiterin des Kölner Standesamtes, Angelika Barg, äußerte Zweifel am ernsthaften Ehewillen der von Sat.1 verkuppelten Hochzeitspaare, weil sie sich laut Ehevertrag nach sechs Wochen entscheiden könnten, sich wieder scheiden zu lassen. In einem solchen Fall könne sich der Standesbeamte weigern, die Trauung zu vollziehen, erklärte Barg.

(KNA)

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