Kardinal Woelki am Gründonnerstag
Kardinal Woelki am Gründonnerstag

09.04.2020

Kardinal Woelki betont Bedeutung der Eucharistie Verzicht auf Messfeier lässt Sehnsucht danach wachsen

​Der derzeitige Verzicht auf öffentliche Gottesdienste und den Kommunionempfang kann nach den Worten des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki die Sehnsucht danach wachsen lassen. Das sagte er im Gottesdienst am Gründonnerstag im Kölner Dom.

Das sei ähnlich wie bei der Liebe zu einem Menschen, die besonders dann von Neuem zu spüren sei, wenn man diesen plötzlich vermisse, sagte der Erzbischof im Gründonnerstags-Gottesdienst. Die Sehnsucht nach Messfeiern könne genährt werden, wenn diese Gottesdienste wegen der Corona-Krise im Radio, Fernsehen oder Internet mitgefeiert würden.

"Eucharistie ist grundlegend für den Glauben"

Am Gründonnerstag, dem Donnerstag vor Ostern, erinnert die Kirche an das Letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern und damit an die Einsetzung der Eucharistie. Nach katholischem Verständnis wird durch eine Wandlung Jesus selbst in den Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig.

Nach den Worten von Woelki ist die Eucharistie grundlegend für den Glauben, weil sich Jesus den Menschen leibhaft zur Speise reiche und damit an seiner Liebe teilhaben lasse. Er rief dazu auf, die geistliche Kommunion neu zu entdecken, die vom Glauben an die Gegenwart Jesu im Allheiligsten getragen sei. Zudem rief er die Gläubigen laut Redemanuskript dazu auf, selbst zum Brot für andere zu werden, indem sie Hass, Ungerechtigkeit, Leid, Einsamkeit und Not die Liebe entgegensetzen.

Bätzing lobt "Ausmaß an gelebter Solidarität" in Corona-Zeiten

Der Limburger Bischof Georg Bätzing hat sich dankbar über das "Ausmaß an gelebter Solidarität" in der Corona-Krise geäußert. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz sagte in der nicht-öffentlichen Eucharistiefeier zum Gründonnerstag im Limburger Dom laut Predigtmanuskript: "Wir verzichten auf einen Großteil unserer Freiheitsrechte, nicht zuletzt auf das Grundrecht einer freien Religionsausübung." Er fügte hinzu: "Wir opfern zentrale Elemente einer freiheitlichen Gesellschaft - und nehmen die existentiellen, psychologischen, wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen in Kauf."

Zugleich übernehme die Gesellschaft solidarisch die Folgen der sozialen Abschottung. "Wir tun das, um Leben zu retten und vor allem die Schwachen und Verwundbaren zu schützen", so Bätzing. "Ehrlich gesagt hätte ich mir noch vor wenigen Wochen nicht träumen lassen, dass so etwas möglich ist; und dass die übergroße Mehrzahl der Bevölkerung dem innerlich zustimmt", so der Limburger Bischof.

(KNA, DR)

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