Weltjugentag in Panama: Freude und Gelassenheit trotz Pannen
Weltjugendtag in Panama
Teilnehmer aus dem Erzbistum Köln vor dem Weltjugendtag in Panama
Teilnehmer aus dem Erzbistum Köln vor dem Weltjugendtag in Panama

15.01.2019

Jugendliche machen sich auf den Weg zum Weltjugendtag nach Panama Die Vorfreude ist riesig

An diesem Dienstag wollen sich über 160 Jugendliche aus dem Erzbistum Köln auf den Weg nach Panama machen. Die Pilger sind gut vorbereitet und die Gastgeber erwarten sie mit Spannung, verrät der Diözesanpräses der katholischen Jugendverbände Kölns.

DOMRADIO.DE: Was ist das Wichtigste, was Sie mit auf die Reise nehmen und was im Koffer nicht fehlen darf?

René Fanta (Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Erzbistum Köln​): Jede Menge Kleidung und Mückenschutzmittel dürfen natürlich nicht fehlen. Denn das dürfte wohl das größte Problem darstellen, dass man nicht zerstochen wird.

DOMRADIO.DE: Sie sind einer von den erwachsenen Begleitern, die mit der Gruppe der Jugendlichen unterwegs sind. Wie funktioniert das, über 150 Jugendliche zu koordinieren?

Fanta: Wir haben ein gutes Team. Außerdem sind die Mitreisenden nicht nur Jugendliche, sondern wir haben tatsächlich einen großen Teil von jungen Erwachsenen dabei, die zumindest die Volljährigkeit erreicht haben. Hierbei sind somit andere Anforderungen erreicht. Wir haben aber auch Jugendliche aus Schulen dabei, worüber wir uns ganz besonders freuen. Es ist schön, dass auch junge Menschen die Möglichkeit bekommen, sich auf den Weg nach Panama zu machen. Auf diese wird man dementsprechend ein anderes Auge haben müssen als auf erwachsene Pilger. Aber zusammen mit der Wallfahrtsleitung und auch dem Ferienwerk als Partner glaube ich, sind wir ganz gut aufgestellt, diese Aufgaben zu bewältigen.

DOMRADIO.DE: 2300 Jugendliche aus ganz Deutschland sind nun in einem fremden Land mit einer fremde Kultur und einer fremden Sprache. Wie sehr muss man dabei auch improvisieren?

Fanta: Die einzelnen Diözesen bieten in der Regel die Fahrten an und da gibt es dann eine Wallfahrtsleitung, die auch in Kontakt mit der AfJ steht, das ist die Arbeitsstelle für Jugendpastoral der Deutschen Bischofskonferenz. Der Weltjugendtag ist natürlich eine große Sache, sodass besonders von deutschen Pilger/innen gefordert wird, sich auch auf andere organisatorische Abläufe einzulassen und Improvisationen mitzubringen. Das lässt sich bei so einer Größe der Gruppe und einem fremden Land nie ganz ausschließen. Für ein gutes Miteinander wird sich auch vor Ort eingesetzt, zur Not auch mit Händen und Füßen. Ich glaube die Herausforderung liegt darin, darauf zu vertrauen und ernst zu nehmen, dass die Leute, die einen vor Ort empfangen, wirklich gute Gastgeber sein wollen.

DOMRADIO.DE: Sie und die Kölner Pilger werden im Bistum David die Tage der Begegnung verbringen. Was wissen Sie denn schon über die Gastgeber?

Fanta: Noch weiß ich leider relativ wenig. Ich weiß, dass es sich um eine touristisch sehr interessante Region handelt. Ich stehe selber in Kontakt mit der Koordinatorin, welche für die Gastfamilien in der Pfarrei, in der wir unterkommen, verantwortlich ist. Ich spüre eine große Vorfreude, sich endlich kennenzulernen und eine große Bereitschaft, das Möglichste zu tun, um wirklich gute Gastgeber zu sein.

DOMRADIO.DE: Und nach den Tagen der Begegnung ist es dann wirklich so weit. Am kommenden Dienstag (22. Januar) beginnen die eigentlichen Tage das Weltjugendtages. Gibt es etwas, auf welches Sie sich besonders freuen?

Fanta: Besonders freue ich mich auf die Vigil und die Abschluss-Messe. Das ist mit einer weltweiten Gemeinschaft von Jugendlichen schön, gemeinsam Liturgie zu feiern, die Nacht zu verbringen, zu sprechen, zu beten und auch generell diese Zeit zu erleben. Das hat sich auch schon beim Weltjugendtag 2005 gezeigt, dass Jugendliche die Nacht durchgetanzt, durchgefeiert und durchgesungen haben. Diese fröhliche Stimmung, die dort herrscht, ist eine ganz besondere. Und dann zu wissen, dass am nächsten Morgen der Papst kommt, um mit der großen Gemeinschaft der Jugendlichen Eucharistie zu feiern - das ist für mich das Beeindruckenste, was ich aus den vergangenen Jahren kenne.

Das Gespräch führte Renardo Schlegelmilch.

(DR)

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