Religiöse Vielfalt in Deutschland
Religiöse Vielfalt in Deutschland

14.11.2019

"Shalom Aleikum": Zentralrat der Juden sieht Fortschritte im Dialog mit Muslimen "Vorurteile gibt es auf beiden Seiten"

Immer wieder wird der jüdisch-muslimische Dialog als Mittel gegen Antisemitismus beschworen. Der Zentralrat sieht dabei Fortschritte. Der Bund fordert eine Meldepflicht für alle Vorfälle an Schulen.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland sieht Fortschritte im Zusammenleben von Juden und Muslimen in der Bundesrepublik. In Gesprächen zwischen Bürgern beider Religionen seien in den vergangenen Monaten deutliche Gemeinsamkeiten spürbar geworden, sagte Zentralratspräsident Josef Schuster am Mittwoch in Berlin. Er zog dabei eine vorläufige Bilanz des Projekts "Schalom Aleikum", mit dem Begegnungen jüdischer und muslimischer Bürger unterstützt werden.

Zugleich sprach sich der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, für eine bundesweite Meldepflicht bei antisemitischen Vorfällen an Schulen aus. "Wir brauchen eine Kultur der konsequenten staatlichen wie gesellschaftlichen Sanktionierung von Antisemitismus. Und zwar, und gerade auch in geschützten Räumen wie Schulen", sagte Klein in Berlin. Eine solche Meldepflicht gebe es bereits in Berlin, Brandenburg und Baden-Württemberg.

Religion spielt keine Rolle

Als Teil des Begegnungsprojekts "Shalom Aleikum" waren laut Schuster in Berlin Start-Up-Gründer aus beiden Religionsgemeinschaften zusammengekommen. Dabei hätten beide Seiten festgestellt, dass sie als Unternehmer die gleichen Probleme hätten. "Ob sie jüdisch oder muslimisch sind, spielt dabei keine Rolle", sagte Schuster. Ähnliche Erfahrungen hätten Schüler in Würzburg, Frauen in Leipzig und Senioren in Osnabrück gemacht. Gemeinsam seien vielen Teilnehmern aber auch häufig Erlebnisse von Ausgrenzung und Diskriminierung.

Das Projekt wird von der Integrationsbeauftragten des Bundes, Annette Widmann-Mauz, gefördert. Schuster erklärte, man wolle jenseits der Funktionärsebene zu einem "kleinen Stück" gesellschaftlichen Friedens beitragen. "Es gibt Vorurteile auf beiden Seiten", sagte er. Erschwerend sei allerdings, das in arabischen Ländern antisemitische und antiisraelische Propaganda teilweise "Staatsdoktrin" seien.

Projekt soll ausgebaut werden

Im kommenden Jahr soll das Projekt in sozialen Brennpunkten ausgebaut werden. Dabei werde es auch um das Mobbing gegen jüdische Schüler und antisemitische Schimpfworte gehen.

(dpa)

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