Kippa - typische jüdische Kopfbedeckung
Kippa - typische jüdische Kopfbedeckung

18.06.2019

Antisemitismus-Konferenz in Bukarest Künftig mehr Austausch

Die Sicherheit für die jüdische Gemeinschaft müsse erhöht werden, lautet eines der Ergebnisse der Antisemitismus-Konferenz in Bukarest. Deshalb seien die Behörden verstärkt gefordert - auch beim Opferschutz.

Sicherheit für die jüdische Gemeinschaft, Geld für Holocaust-Forschung und Bildung, Zusammentragen von Daten zu Hassverbrechen: Das sind einige der Ergebnisse einer zweitägigen Konferenz zu Antisemitismus in Bukarest. Darüber informierte die rumänische Ratspräsidentschaft zum Abschluss am Dienstag.

Schutz gegen Antisemitismus und Hassverbrechen

So seien Behörden dafür verantwortlich, die Sicherheit von Juden und jüdischen Einrichtungen zu gewährleisten, heißt es. Außerdem müssten sie Opfer von Antisemitismus und Hassverbrechen unterstützen und schützen. Dafür sei ein gegenseitiger Austausch nötig.

Die Teilnehmer der Tagung bekräftigten zudem, dass die Finanzierung von Holocaust-Forschung, Bildung und Erinnerungsarbeit ein effizienter Weg im Kampf gegen Bedrohungen sei. Zudem sollte das Zusammentragen von Daten zu Hassverbrechen verbessert werden.

Die Teilnehmer unterstützen zudem die Antisemitismus-Definition der Holocaust Remembrance Alliance (IHRA). Sie sei ein gutes Instrument, an dem sich unterschiedliche Behörden orientieren könnten, um bei antisemitisch motivierten Straftaten effektiver ermitteln zu können.

Internationaler Austausch beim Vorgehen gegen Antisemitismus

Zudem wollen sich Vertreter des Judentums und Politiker künftig international verstärkt über das Vorgehen gegen Antisemitismus austauschen. Das hätten sie als Ziel genannt, sagte der baden-württembergische Antisemitismus-Beauftragte Michael Blume der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Dabei wolle man sich an den halbjährigen Wechseln bei der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft orientieren. Angedacht seien weitere Kongresse.

Derzeit hat Rumänien die EU-Ratspräsidentschaft inne. Zu den Organisatoren des Treffens gehörten unter anderen der Jüdische Weltkongress und der Verband der Jüdischen Gemeinschaften Rumäniens. An der Konferenz nahmen auch der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, der Beauftragte der USA, Elan Carr, sowie die rumänische Ministerpräsidentin, Viorica Dancila, teil.

Interesse an deutschem Modell

Laut Blume stößt das dezentrale Modell gegen Antisemitismus in Deutschland offenbar auch in anderen Staaten auf Interesse. Vertreter mehrerer Staaten hätten in Bukarest das deutsche Modell gewürdigt. Hierzulande gibt es einen Bundesbeauftragten und in der Mehrheit der Bundesländer eigene Beauftragte für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus. Außerdem war kürzlich eine entsprechende Bund-Länder-Kommission gegründet worden.

Möglicherweise würden auch andere Länder diesen Ansatz übernehmen. So seien etwa aus den USA "sehr spannende Interessensbekundungen" zu hören gewesen, berichtete Blume. Aus seiner Sicht ist ein dezentrales Konzept, bei dem die Menschen vor Ort in den Blick genommen würden, ein geeigneter Weg, Hass zu bekämpfen.

Auf der Konferenz sei zudem deutlich geworden, dass international Länder Probleme mit Antisemitismus hätten - sowohl rechts, links als auch religiös motiviert. Je nach Staat variiere das Mischungsverhältnis.

(KNA)

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Morgenimpuls mit Schwester Katharina

Jeden Morgen von Montag bis Freitag on Air und Online: Schwester Katharina Hartleib aus Olpe begleitet Sie mit spirituellen Impulsen in den Tag.

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 16.10.
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO Der Morgen

  • Bündnis "Halle gegen Rechts" stellt Forderungen an die Politik
  • Mit einem Blindenhund durch die Straße
  • Was machte Neil Armstrong vor 50 Jahren beim Papst?
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

DOMRADIO.DE auch auf Alexa

Gottesdienste, Nachrichten und das Evangelium – jetzt täglich auch auf Ihrem Echo und Echo Show!

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff