Chanukka-Leuchter vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Chanukka-Leuchter vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

03.12.2018

Steinmeier entzündet Europas größten Chanukka-Leuchter "Ein Fest der Freude und des Lichts"

Holocaust-Überlebende wollen weltweit gemeinsam das jüdische Lichterfest Chanukka feiern und ein Zeichen ihres "Sieges über das menschenverachtende Nazi-Regime" setzen. In Berlin wurde der größte europäische Chanukka-Leuchter entzündet.

Am Brandenburger Tor in Berlin sind die Lichter des europaweit größten Chanukka-Leuchters zum jüdischen Lichterfest entzündet worden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erinnerte dabei an das Wunder von Chanukka. "Das scheinbar Unmögliche ist möglich, gegen alle Erwartungen", sagte das Staatsoberhaupt laut Redemanuskript am Sonntag. Der Überlieferung zufolge brannte das ewige Feuer der Menora acht Tage lang, obwohl lediglich geweihtes Öl für einen Tag vorhanden war.

Geschenk einander die Hände zu reichen

Solche Momente des Glücks gelten nach Steinmeiers Worten noch heute. Auch das jüdische Leben in Deutschland zähle dazu. "80 Jahre nach der Pogromnacht, hier in Berlin und überall in Deutschland, nach dem Zivilisationsbruch der Shoah, ist es ein Geschenk, dass wir einander die Hände reichen können über den Abgrund unserer Geschichte hinweg", so der Bundespräsident. Die Geschichte sei eine Verpflichtung und eine Verantwortung, unter die es keinen Schlussstrich geben werde, sagte er mit Blick auf antisemitischen Hass in Europa und Deutschland. "Wir dürfen ihn nicht dulden, weder alten noch neuen, weder leisen noch lauten."

Er sei dankbar, "dass wir in diesem Land wieder gemeinsam Chanukka feiern". Chanukka sei ein fröhliches, heiteres, ein familiäres Fest. In diesem Jahr beginne die Adventszeit fast gleichzeitig, und auch die Christen zündeten in dieser Zeit Lichter an und feierten im Kreis der Familie. "Die Lichter stehen in unseren beiden Religionen für Freude und Zuversicht", so Steinmeier.

Erinnerung an die Wiedereinweihnung des zweiten jüdischen Tempels

Laut Jüdischem Bildungszentrum Chabad Lubawitsch Berlin hatten sich zum Entzünden des etwa zehn Meter hohen, achtarmigen Leuchter auch der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) und mehrere Botschafter angekündigt.

Mit der Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der jüdischen Gemeinde zu Berlin will die Jewish Claims Conference darauf hinweisen, dass "überall auf der Welt noch Holocaust-Überlebende unter uns sind". Viele von ihnen leisteten als Zeitzeugen in Schulen und
Bildungseinrichtungen wichtige Erinnerungsarbeit. "Chanukka ist ein Fest der Freude und des Lichts und auch des Sieges", heißt es.

Die Überlebenden wollten zum Ausdruck bringen: "Man wollte uns vernichten, aber wir, die Holocaust-Überlebenden, sind noch da. Wir kommen zusammen, um das jüdische Lichterfest, unser Überleben und unseren Sieg über das menschenverachtende Nazi-Regime, Antisemitismus, Rassismus und Intoleranz zu feiern."

(KNA)

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