Bundespräsident Joachim Gauck (l.) mit Aiman Mazyek (r.)
Bundespräsident Joachim Gauck (l.) mit Aiman Mazyek (r.)
Was ist denn da drin?
Bundespräsident Gauck bei öffentlichem Fastenbrechen

03.07.2016

Gauck und Mazyek mit Botschaften zum Ende des Ramadans Engagement und Miteinander

Bundespräsident Joachim Gauck hat zum Ende des Ramadan für ein friedliches Miteinander von Muslimen und Nichtmuslimen geworben. Der Zentralrat der Muslime betonte zum selben Anlass das gesellschaftliche Engagement von Muslimen.

In einer am Sonntag verbreiteten Grußbotschaft zum Fastenbrechen an die Muslime in Deutschland schreibt der Bundespräsident: "Lassen wir uns von Sprachbarrieren, Berührungsängsten oder Vorurteilen nicht entmutigen. Annäherung braucht Zeit."

Zentralrat der Muslime betont gesellschaftliches Engagement

Der Zentralrat der Muslime hat zum Abschluss des Fastenmonats Ramadan das gesellschaftliche Engagement von Muslimen hervorgehoben. Während der Fastentage hätten unzählige Muslime mit ihrem Einsatz für andere Menschen gezeigt, dass sie und ihre Religion "nicht nur quantitativ ein Teil dieses Deutschlands darstellen, sondern zur aktiven Zivilgesellschaft elementar dazugehören", sagte der Vorsitzende Aiman Mazyek am Sonntag in Köln. Sie hätten "den Demagogen vom rechten Rand" gezeigt, dass Muslime hierzulande eine viel größere Akzeptanz erführen, als die Populisten es glauben machen wollten.

Gemeinsames Fastenbrechen

Mazyek verwies auf die vielen Veranstaltungen zum gemeinsamen Fastenbrechen (arabisch: Iftar), zu denen muslimische Gemeinden vielerorts Juden, Christen und Nichtgläubige eingeladen hätten. "Vergessen werden sollen auch nicht die zahlreichen Iftaraktionen für die Flüchtlinge, die vor Krieg, Hunger und Elend geflohen sind und hier in Deutschland durch das Engagement von Muslimen erleben konnten, was gelebter Islam bedeutet."

Fasten gehört zu fünf Säulen des Islam

Für die Muslime in Deutschland endet der Fastenmonat Ramadan in diesem Jahr am 4. Juli. Das Fastenbrechenfest, auch Ramadan-Fest oder Zuckerfest genannt, wird vom 5. bis 7. Juli gefeiert. Das Fasten gehört wie das Glaubensbekenntnis, die täglichen Gebete, die Armensteuer und die Pilgerfahrt nach Mekka zu den fünf Säulen des Islam.

Der Monat Ramadan, der neunte im islamischen Mondjahr, wandert durch das Kalenderjahr. Der Ramadan beginnt und endet, wenn die Mondsichel nach Neumond erstmals wieder sichtbar ist. Der Beginn kann von Land zu Land unterschiedlich sein. Die Gläubigen versammeln sich zu Gebeten und Predigten in den Moscheen. Außerdem besuchen sich Freunde und Verwandte, essen und trinken zusammen, tauschen Glückwünsche aus und beschenken die Kinder.

(epd)

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