Ignatius Ayau Kaigama (r.) und Muhammad Mu"azu Muhammad
Ignatius Ayau Kaigama (r.) und Muhammad Mu"azu Muhammad
Nigerianische Armee kämpft gegen Boko Haram
Nigerianische Armee kämpft gegen Boko Haram

01.10.2015

Nigerianischer Bischof sieht Boko Haram auf dem Rückzug Noch nicht ganz gewonnen

Der Kampf gegen die islamistische Terrorgruppe Boko Haram in Nigeria ist nach den Worten des Vorsitzenden der katholischen nigerianischen Bischofskonferenz, Erzbischof Ignatius Ayau Kaigama, "gewonnen, aber noch nicht vorbei".

Die neue Regierung des muslimischen Präsidenten Muhammadu Buhari mache bei der Lösung der Krise des westafrikanischen Landes "gute Fortschritte", sagte der Erzbischof von Jos am Donnerstag in Berlin der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Auch der Emir von Kanam, Muhammad Mu'azu Muhammad II., bestätigte, dass es der Armee in jüngerer Zeit gelungen sei, die Strukturen der Boko-Haram-Kämpfer zu destabilisieren.

Der von Boko Haram seit 2009 vor allem im Norden Nigerias verübte Terror, der sich sowohl gegen Christen als auch Muslime richte, habe in der Bevölkerung Unsicherheit und Misstrauen geschürt, erklärten Kaigama und der Emir. Niemand könne wissen, ob nicht sein Nachbar der antiwestlichen Terrorgruppe angehöre.

Innerer Wiederaufaufbau des Landes als langfristiges Ziel

Für Nigeria komme es zum einen auf die Beendigung der Gewalt und zum anderen auf den inneren Wiederaufbau und die Versöhnung an. Dieser Prozess werde allerdings sehr viel mehr Zeit brauchen als der bisherige Konflikt. Die Religionsgemeinschaften versuchten, vor allem die Jugend und die jungen Menschen zu erreichen und auf ein künftig friedliches Zusammenleben vorzubereiten. Von bewaffneter Selbstverteidigung der Menschen gegen Boko Haram halten beide nichts. Der Schutz der Bevölkerung sei Aufgabe der Regierung und der Sicherheitskräfte.

Von der internationalen Staatengemeinschaft erhoffen sich Kaigama und Muhammad II., dass sie den Friedensprozess in Nigeria begleite sowie die gemäßigten und dialogbereiten Kräfte in Politik und Gesellschaft im Einsatz für das Gemeinwohl und im Kampf gegen die Korruption unterstütze. So wichtig es sei, Nigeria Geld und Entwicklungshilfe zu geben, so sei es wichtiger, die Politiker zu fragen, was sie damit für die Gesellschaft tun und erreichen.

Kirchliche Hilfswerke mit überkonfessioneller Unterstützung

Als hilfreich und vorbildlich bezeichnete der Erzbischof von Jos die gezielten, oft kleinen Projekte der kirchlichen Hilfswerke wie Misereor oder anderer Nichtregierungsorganisationen. Sie kämen allen Menschen unabhängig von ihrer Religions- und Stammeszugehörigkeit zugute.

 

(KNA)

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