Gemeinsam auf der Suche nach Frieden
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18.09.2019

Religionsvertreter mahnen zum Einsatz für Frieden und Umwelt Besorgt um die zukünftige Generation

Religionsvertreter haben zum Abschluss eines internationalen Gebetstreffens zu verstärktem Einsatz für die Umwelt sowie gegen Krieg und Terror aufgerufen. Besonders ein "wiedererstarkender Kult des Stärkeren" beunruhige sie. 

Es gelte, "Frieden zu verbreiten, denn im Wesen der Menschheit ist die Berufung zur Geschwisterlichkeit enthalten", sagte der Erzbischof von Madrid, Kardinal Carlos Osoro Sierra, am Dienstagabend in der spanischen Hauptstadt. Er äußerte sich zum Abschluss des 33. Internationalen Gebetstreffens "Frieden ohne Grenzen", organisiert von der Gemeinschaft Sant'Egidio mit dem Erzbistum Madrid.

"Kult des Stärkeren"

Besorgt zeigten sich die Teilnehmer des Treffens um zukünftige Generationen, "denn wir erleben, dass der eine Planet aller ausgebeutet wird, als gehöre er nur einigen". Zudem gebe es derzeit einen "wiedererstarkenden Kult des Stärkeren". In der Abschlusserklärung des Treffens wird an den Fall der Berliner Mauer vor 30 Jahren erinnert, der weltweit die Hoffnung auf Frieden geweckt habe. Dennoch fielen Menschen weiterhin Kriegen und Terrorismus zum Opfer.

Probleme wie Umweltzerstörung, Armut oder Gewalt gegen Migranten könne kein Land allein lösen, mahnt Sant'Egidio. Präsident Marco Impagliazzo bekundete besondere Solidarität mit den Menschen im Amazonas-Gebiet, wo zuletzt verheerende Waldbrände gewütet hatten. "Die Luft, die wir atmen, kennt keine Zollstation: Sie ist gleich für alle." Das kommende Treffen im "Geist von Assisi" wird 2020 in Rom stattfinden.

(KNA)

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