Kirchenhistoriker Christoph Markschies
Kirchenhistoriker Christoph Markschies

11.08.2016

Theologe Markschies warnt vor Absenken der Sprachstandards "Religionslehrer brauchen adäquate Bildung"

Theologe Markschies spricht sich für eine stärkere Verzahnung zwischen antiken Sprachen und dem Theologiestudium an Universitäten aus.

Der protestantische Berliner Kirchenhistoriker Christoph Markschies hat vor einem Absenken der altsprachlichen Standards beim Theologiestudium gewarnt. Für angehende Religionslehrer reiche es nicht aus, "mit einer universitären Schnellbleiche in Griechisch gerade einmal das Markusevangelium übersetzen zu können, das schon antike Leser wie Augustinus als ziemlich schlicht empfanden, aber schon am Lukasevangelium zu scheitern", schreibt Markschies in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Donnerstag). 

Latein und Griechisch nicht nur als Schnellkurs

Laut Markschies wittern an den Universitäten "diejenigen Morgenluft, die schon immer das Erlernen alter Sprachen angesichts gegenwärtiger Anforderungen in den Berufsfeldern Schule wie Kirche für überflüssig hielten". Ein Lehramtsstudium dürfe aber nicht nur berufsfeldbezogen und kompetenzorientiert sein, sondern müsse zu einer umfassenden Bildung führen. Statt knapper, konzentrierter Schnellkurse in Latein und Griechisch müsse der Spracherwerb vielmehr enger mit dem übrigen akademischen Unterricht verzahnt werden.

Biblische Texte können nur in ihrem antiken Umfeld verstanden werden

"Ein Religionslehrer braucht, will er ein integraler Teil gymnasialer Kollegien sein und keine belächelte Figur am Rande, eine adäquate Bildung, die über die engen Grenzen seines Faches hinausgeht und Kooperationen ermöglicht", betont der Wissenschaftler. Mit Blick auf das Reformationsgedenken 2017 hebt Markschies hervor, "dass biblische Texte nur dann ihre Orientierungskraft entfalten können, wenn sie in ihrem antiken Umfeld verstanden werden und in einer Schulklasse erläutert werden können. "

(KNA)

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 22.07.
06:00 - 06:30 Uhr

DOMRADIO Morgenimpuls

06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO Der Sonntag

  • Gewonnen! - Ferien Team der Woche
  • Geschenkt - Aktion Ehrenkaffee
07:20 - 07:20 Uhr

WunderBar

07:50 - 07:55 Uhr

Wort des Bischofs

09:40 - 09:45 Uhr

Kirche2Go

10:00 - 12:00 Uhr

Gottesdienst

11:00 - 16:00 Uhr

DOMRADIO Der Sonntag

  • Wie aus einer katholisch-evangelischen Ehe eine Autobahnkirche wurde
  • Fabelwesen in der Bibel
10:00 - 12:00 Uhr

Gottesdienst

11:00 - 16:00 Uhr

DOMRADIO Der Sonntag

  • Wie aus einer katholisch-evangelischen Ehe eine Autobahnkirche wurde
  • Fabelwesen in der Bibel
12:40 - 12:45 Uhr

WunderBar

16:00 - 17:00 Uhr

DOMRADIO Kopfhörer

17:00 - 18:00 Uhr

DOMRADIO Menschen

17:00 - 18:00 Uhr

DOMRADIO Menschen

18:00 - 20:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

19:50 - 19:55 Uhr

Wort des Bischofs

20:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Musica

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Programmtipps

  • Weihbischof em Hans Georg Koitz an seinem Arbeitsplatz
    22.07.2018 17:00
    DOMRADIO Menschen

    Weihbischof em Hans-Georg Koit...

  • Apostel Paulus
    22.07.2018 20:00
    DOMRADIO Musica

    "Paulus" und "E...

  • Patricia Cippa
    23.07.2018 07:45
    Evangelium

    Patrizia Cippa

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Empfangsanleitung zum Ausdrucken

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag ab 8 Uhr!

Gemeinsam für das Mehr im Menschen

Berufungspastoral im Erzbistum Köln: Dein Platz in Kirche und Welt.

Das ganze Leben

Hilfsangebote der Kirche im Erzbistum Köln.

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff

Weihbischof Schwaderlapp beantwortet Glaubensfragen