Jüdische Hochzeit
Jüdische Hochzeit

04.04.2016

Religionen in Israel bleiben beim Heiraten unter sich Begrenzte Partnerwahl

Religionsgemeinschaften in Israel bleiben beim Heiraten und der Auswahl ihrer Freunde gern unter sich. Juden haben zu 98 Prozent einen jüdischen Partner. Bei Muslime und Christen sieht es ähnlich aus.

Sie heiraten wie Drusen in Israel zu 99 Prozent innerhalb der eigenen Glaubensgemeinschaft, wie aus einer am Montag veröffentlichten Analyse des Pew Research Center in Washington hervorgeht.

Kaum weniger wichtig sind Grenzen zwischen den einzelnen jüdischen Gruppierungen: 95 Prozent der Ultraorthodoxen in Israel haben einen ebenfalls strenggläubigen Gatten. Ähnlich sind 93 Prozent der in Ehe oder Partnerschaft lebenden säkularen Juden mit einem religiös wenig praktizierenden Partner liiert. Lediglich die traditionell-religiösen Juden (Datiim) und ihre gemäßigt konservativen Glaubensbrüder (Masortim) zeigten sich flexibler: 16 Prozent der jüdisch verheirateten Datiim und 36 Prozent der Masortim taten sich mit einem Lebensgefährten aus einer anderen jüdischen Gruppierung zusammen.

Geschlossener Freundeskreis

Zwei Drittel der Juden (67 Prozent) erklärten, "alle" Freunde seien ebenfalls Juden; 31 Prozent gaben an "die meisten" Freunde seien jüdisch. Bei den Muslimen in Israel fanden 38 Prozent "alle" und 48 Prozent "die meisten" Freunde unter ihresgleichen. Etwas offener die Drusen und Christen: 22 beziehungsweise 21 Prozent sagten, "alle" ihre Freunde gehörten der gleichen Religion an, 61 beziehungsweise 65 Prozent "die meisten".

Mit der Vorstellung, die eigenen Kinder könnten einen Muslim heiraten, tun sich demnach 97 Prozent aller israelischen Juden schwer. Gegen eine Ehe des eigenen Sohns oder der Tochter mit einem christlichen Partner gibt es bei 89 Prozent der Juden Vorbehalte.

Vorbehalte der Eltern

Ähnliches gilt für christliche Eltern beim Gedanken an jüdische oder muslimische Schwiegereltern (88 beziehungsweise 80 Prozent dagegen) und für muslimische Eltern beim Gedanken an eine jüdische oder christliche Verwandtschaft (82 beziehungsweise 75 Prozent dagegen).

Rund 2 Prozent der verheirateten Juden gaben an, ihr Ehepartner sei Nichtjude. Unter Muslimen, Christen und Drusen in Israel fällt die Liebe noch seltener außerhalb der eigenen Religionsgemeinschaft hin, nämlich bei etwa einem Prozent. - Für die Studie wurden nach Angaben des Instituts landesweit rund 5.600 Israelis befragt.

(KNA)

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