Symbolbild: Aufgeschlagene Bibel in einer Kirchenbank
Aufgeschlagene Bibel in einer Kirchenbank
Bambergs Erzbischof Schick
Bambergs Erzbischof Schick

06.06.2021

Erzbischof Schick bezeichnet Evangelium als "Grundgesetz" Kostbares Erbe

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat das Evangelium als eine Art "Grundgesetz" bezeichnet. Das sagte  er bei einem Gottesdienst in Amöneburg anlässlich der Ankunft des heiligen Bonifatius vor 1.300 Jahren.

Das durch Bonifatius, den "Apostel der Deutschen", im Frühmittelalter verbreitete Evangelium enthalte "auch einen allgemein verbindlichen moralischen Kompass, den wir für unser Zusammenleben brauchen", sagte Schick am Samstag laut einer Mitteilung des Erzbistums. "Wir könnten es als Grundgesetz bezeichnen für das individuelle, familiäre, gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Leben."

Schick äußerte sich anlässlich der Ankunft des heiligen Bonifatius vor 1.300 Jahren. Daran erinnerte der Erzbischof mit einem Gottesdienst im hessischen Amöneburg. 721 gründete Bonifatius das Kloster Amöneburg und legte damit nicht nur den Grundstein für die dortige Gemeinde, sondern auch für sein missionarisches Wirken im damaligen Frankenland, wie das Erzbistum hervorhob. Schick selbst wuchs demnach in Mardorf auf und besuchte die Stiftsschule Sankt Johann in Amöneburg. Seit 2015 ist er Ehrenbürger des Ortes.

Der heilige Bonifatius

Bonifatius habe ein kostbares Erbe vermacht, das es "zu schätzen und weiterzugeben gilt", sagte Schick in seiner Predigt. Das Erbe des heiligen Bonifatius bestehe im Evangelium: "Er hat unseren Vorfahren den Glauben an einen guten Gott gebracht, der mit der Hoffnung und der Liebe ein Dreigestirn bildet. Die drei Göttlichen Tugenden sind die Motoren eines jeden Lebens."

Dem Wirken des heiligen Bonifatius sei zudem die Kirche in der heutigen Form in Diözesen und Pfarreien zu verdanken, "in denen die sieben Sakramente gefeiert, das Evangelium gepredigt und ausgelegt sowie karitative Werke getan werden", betonte Schick.

In die Zukunft blicken

Jubiläen dürften nicht zu "Nostalgieveranstaltungen" werden, sondern sollten die Erinnerung an das Gute der Vergangenheit wachhalten, "um es in die Zukunft zu tragen und um es weiterzugeben, damit auch die nächsten Generationen von diesem Erbe leben können", erklärte der Erzbischof.

In diesem Sinne sei es auch wichtig, sich stets aufs Neue das Erbe des heiligen Bonifatius anzueignen, denn "wer nur erbt und nicht erwirbt, der ist immer in der Gefahr, das Ererbte zu vertun".

(KNA)

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