Bistum Münster: Werbung für die Kirche über die sozialen Medien
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Unterschätzen Politik und Kirche junge Medienkanäle?
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07.03.2021

Youtuber für Verkündung des Glaubens in Sozialen Medien "Paulus gehört zu den wichtigsten Influencern"

Der Youtuber und Web-TV-Produzent Christoph Krachten rät der Kirche, sich verstärkt in den digitalen Medien zu engagieren: "Die Verkündigung des Glaubens muss dort stattfinden, wo sie fehlt: in den sozialen Medien"

Das sagte Krachten (57) am Mittwochabend bei einem Themenabend zur Fastenzeit im Sankt Paulus-Dom in Münster. Die Kirche halte eine wichtige, gehaltvolle Botschaft für junge Menschen bereit, die Orientierung suchten. Sie dürfe nicht eine ganze Generation, die im Netz unterwegs sei, aufgeben.

"Das wäre fahrlässig, ja eine Sünde", betonte der Youtuber in seinem Vortrag zum Thema Digitalität. Krachten bezeichnete den Apostel und Briefe-Schreiber Paulus als "einen der wichtigsten Influencer der Weltgeschichte".

In der heutigen digitalen Welt komme es darauf an, «krass» und «disruptiv», also störend, zu sein.

Authentische Botschaften

Der Glaube sei grundsätzlich ein Ort, der sich von allem unterscheide, somit Menschen im Alltag zu tun hätten. Er sei also disruptiv. Trotzdem dringe die Kirche mit ihrer Botschaft nicht durch, weil sie nicht mehr authentisch sei. "Keinen Fehler mehr machen zu wollen ist der größte Fehler", warnte Krachten.

"Lernen auf die harte Tour"

"Man muss erst zu sich selbst finden und ehrlich zu sich sein, dann findet man auch seine Authentizität." Das müsse die Kirche "auf die harte Tour" lernen. Außerdem wollten die Menschen so lange wie möglich unterhalten werden.

Ausdrücklich rief der Youtuber die Kirche dazu auf, sich kritischen Fragen zu Sexualität und Missbrauch zu stellen. "Vertuschen, verzögern, unter den Teppich kehren geht nicht mehr. Dann wird in den sozialen Medien mit der Kirche abgerechnet", erklärte Krachten.

"Zum Nachdenken anregen"

Die Botschaft der Kirche passt nach seinen Worten gut in die heutige Zeit, in der der Mensch aus der Erde einen "Ort der Verdammnis" zu machen drohe. Die Kirche müsse genau diese Entwicklung verhindern und zum Nachdenken anhalten. "Lernfähigkeit, Fehlerfreudigkeit und Mut zur Disruption sind jetzt gefragt."

(KNA)

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