Mario Adorf würde seinen eigenen Tod gern bewusst erleben

"Sterbehilfe kommt nicht in Frage"

Er würde sich nicht wegmogeln und in die Schweiz fahren, um sich dort "einschläfern" zu lassen. Mario Adorf denkt aber über den Tod und das Sterben nach und würde ihn gerne bewusst erleben – der Grund liegt auch in seinem Beruf als Schauspieler.

Mario Adorf / © Fredrik von Erichsen (dpa)
Mario Adorf / © Fredrik von Erichsen ( dpa )

Mario Adorf (88), Schauspieler, würde den eigenen Tod gern bewusst miterleben. Das habe möglicherweise mit seinem Beruf zu tun, sagte Adorf den Zeitungen der Funke Mediengruppe an diesem Dienstag. "Der ewige Zwang des Schauspielers, sich beobachten zu müssen."

Angst vor dem Tod habe er keine, so Adorf. "Der ist eine Tatsache, die für mich, der ich ja nicht gläubig bin, auch eine Endgültigkeit hat." Wohl aber denke er zunehmend über das Sterben nach. Ihn treibe dabei die Frage um, ob ihm eine schwere Krankheit zuteil werde, oder ob er leiden müsse.

So akzeptieren, wie es ihm begegnet

Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen, sei für ihn allerdings keine Alternative, betonte der vielfach ausgezeichnete Darsteller. "Also ich würde mich nicht wegmogeln, wenn es nicht schön wird. Ich würde nicht in die Schweiz fahren, um mich einschläfern zu lassen. Ich würde auch keine Pille nehmen, um dem zu entfliehen. Ich würde das Sterben schon so akzeptieren, wie es mir widerfährt."


Quelle:
KNA