In der Basilika von Kevelaer
In der Basilika von Kevelaer
Gnadenbild in Neviges
Gnadenbild in Neviges
Schilder in Kevelaer
Schilder in Kevelaer

30.04.2016

Pilgerzeit beginnt in Nordrhein-Westfalen Innere Einkehr

Pilgern ist für viele Menschen innere Einkehr. Über eine Million Menschen werden in den nächsten Monaten zur Marienverehrung in drei nordrhein-westfälischen Wallfahrtsorten erwartet.

In Nordrhein-Westfalen beginnt an diesem Sonntag (1. Mai) die Wallfahrtszeit. Bis November werden über eine Million Gläubige zur Marienverehrung im niederrheinischen Kevelaer, in Werl bei Soest und Neviges bei Wuppertal erwartet. Vor allem in Neviges werden die Gläubigen die Gottesmutter nicht nur um Fürsprache bitten, sondern ihr auch voller Inbrunst danken.

Das kleine Wunder von Neviges

Seit Jahrhunderten beten die Gläubigen in Neviges am Gnadenbild der Gottesmutter. Im Februar war der Kupferstich aus dem 17. Jahrhundert auf einmal weg. Die Franziskanermönche, die sich um die Pilgerstätte kümmern, appellierten an den Täter, das Bild zurückzugeben - auch anonym. Stunden später lag das Bild in Butterbrotpapier gewickelt vor der Klosterpforte. Zur Wallfahrt ist es jetzt hinter Glas gesichert. Rund 1000 Pilger werden am Sonntag zur Eröffnung der Wallfahrt 2016 mit dem Essener Weihbischof Wilhelm Zimmermann erwartet. Insgesamt dürften in den nächsten Monaten Zehntausende in das Städtchen Neviges kommen.

Lampedusa in Kevelaer

Mit drei symbolischen Hammerschlägen gegen das Pilgerportal der Marienbasilika eröffnet der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn die Wallfahrtszeit im niederrheinischen Kevelaer. Mit rund einer Million erwarteten Pilgern gilt die kleine Stadt als zweitgrößter Pilgerort in Deutschland hinter Altötting in Bayern. Ziel der Pilger, die manchmal eine Woche lang zu Fuß nach Kevelaer unterwegs sind, ist die Gnadenkapelle mit dem Marienbild «Trösterin der Betrübten». Zum zweiten Mal erinnert die Wallfahrt an das Schicksal von Flüchtlingen: Dazu wird ein Kreuz aus Holz eines Flüchtlingsbootes von der italienischen Insel Lampedusa aufgestellt.

Die schöne Madonna in Werl

Die Madonna von Werl zählt zu den schönsten Mariendarstellungen Europas: Maria sitzt erhaben auf einem Thron und ist zugleich selbst Thron für ihren Sohn Jesus Christus. Unter Papst Pius X. wurde das Gnadenbild 1911 gekrönt. Die Krone ist ein kostbares Schmuckstück, das die Madonna nach Angaben des erzbischöflichen Generalvikariats Paderborn nur an hohen Feiertagen trägt. Bei der festlichen Messe zu Beginn der Wallfahrt wird Weihbischof Wilfried Theising die Wallfahrtskerze entzünden, die neben dem Gnadenbild steht. Zu der über 350 Jahre alten Wallfahrt werden bis zum 1. November 100 000 Pilger erwartet.

(dpa)

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