Kontrollen an der schwedisch-dänischen Grenze
Kontrollen an der schwedisch-dänischen Grenze

28.01.2016

Schweden plant Abschiebung von bis zu 80.000 Asylsuchenden Zurück in die Heimat

Schweden will bis zu 80.000 Asylsuchende abschieben, deren Anträge abgelehnt worden sind. Wie lokale Medien unter Berufung auf Innenminister Anders Ygeman berichteten, wies die Regierung Polizei und Einwanderungsbehörden an, die Abschiebungen vorzubereiten.

Diese könnten sich über mehrere Jahre hinweg ziehen, hieß es weiter. Um den Zustrom von Flüchtlingen zu verringern, hatte Schweden erst kürzlich die Grenzkontrollen verschärft. Demnach muss jeder, der von Dänemark aus nach Schweden einreisen will, in Zügen, Fähren und Bussen einen gültigen Ausweis oder Reisepass vorzeigen. Ein entsprechendes Gesetz hatte das Parlament in Stockholm im Dezember verabschiedet. Stichproben hatte es bereits seit November gegeben.

Gemessen an der Einwohnerzahl hat kein EU-Staat mehr Flüchtlinge aufgenommen als Schweden. Nach Angaben der Behörden wurden in dem skandinavischen Land allein im vergangenen Jahr mehr als 160.000 Asylsuchende registriert.

(epd)

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