Italiens Katholiken bekommen eine eigene Partei
Italiens Katholiken bekommen eine eigene Partei

08.10.2018

Neue italienische Partei "Demos" will Katholiken Stimme geben "Von demokratischem Katholizismus inspiriert"

Eine neue italienische Partei will die Katholiken des Landes vertreten und eine Opposition zur Regierung bilden. Die Partei, die sich am Wochenende gründete, ist nach eigenen Angaben "von demokratischem Katholizismus inspiriert".

Am Wochenende gründete sich in Rom die Partei "Demos", Democrazia solidale (solidarische Demokratie). Sie wolle nicht nur eine "politische Kraft der Katholiken" sein, sondern auch Verbände und Basisbewegungen vertreten, sagte der italienische Politiker Mario Giro, einer der Initiatoren, laut Medienberichten.

Einsatz für Migranten und Flüchtlinge

Giro, unter den Regierungen Renzi und Gentiloni Italiens stellvertretender Außenminister, gilt als der katholischen Basisgemeinschaft Sant'Egidio nahestehend. Demos will sich etwa für Migranten und Flüchtlinge, chronisch Kranke und Sozialwohnungen einsetzen.

Die neue proeuropäische Mitte-Links Partei kündigte an, bei den nächsten Kommunalwahlen anzutreten, eventuell auch bei den Europawahlen 2019. Es brauche eine "neue politische Kraft", die sich an den Werten der Verfassung orientiere, so Giro.

Im Manifest der neuen Partei heißt es, es gehe um "politisches Engagement, das von demokratischem Katholizismus inspiriert" sei. Zudem drücken die Unterzeichner ihre Sorge angesichts einer Verbreitung von Populismus und verschiedensten anti-europäischen Einstellungen aus.

Sant'Egidio unterstützt neue Partei

Neben Giro engagiert sich auch Paolo Ciani von Sant'Egidio für die neue Partei. Sant'Egidio ist auch Mitorganisator sogenannter humanitärer Korridore, die Flüchtlingen eine legale und sichere Einreise per Flugzeug in kooperierende Länder bieten. Unterstützung bekommt Demos auch vom früheren Ministerpräsident Italiens, Paolo Gentiloni. Gentiloni gehört Italiens Demokratischer Partei (PD) an.

Zum Beistand Gentilonis sagte Giro, der PD-ler wisse, dass seine eigene Partei Unterstützung brauche. Giro erklärte zugleich, die Gründung einer neuen Partei sei nötig, da man nicht warten könne, bis die PD ihre internen Streitigkeiten beigelegt habe.

(KNA)

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