Papst Franziskus begrüßt Migranten
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Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel
Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel
Georg Bätzing, Bischof von Limburg
Georg Bätzing, Bischof von Limburg

14.01.2018

Welttag des Migranten und Flüchtlings Solidarität mit Menschen in Krisenregionen

Zum katholischen "Welttag des Migranten und Flüchtlings" an diesem Sonntag appelliert das Hilfswerk Misereor zu mehr Engagement. Gleichzeitig sagt der Bischof von Limburg, Georg Bätzing, den Konfliktregionen Hilfe zu.

"Die politischen Anstrengungen sind bei weitem nicht ausreichend, und vieles ist Stückwerk geblieben", erklärte der Hauptgeschäftsführer des bischöflichen Hilfswerks, Pirmin Spiegel, anlässlich des "Welttages des Migranten und Flüchtling" an diesem Sonntag. "Die bisherigen Maßnahmen Rückführung, Grenzschutz, Druck und Auslagerung reichen nicht aus und bieten in den wenigsten Fällen echte Zukunftsperspektiven."

Weiterhin kritische Lage

Zwar kämen mittlerweile weniger Menschen nach Europa, so Spiegel. Allerdings sei die Lage der Migranten etwa in Libyen nach wie vor "verzweifelt und unwürdig". An anderen Orten wie in Syrien würden erneut Menschen in die Flucht getrieben. "Durch Krieg und Vertreibung hat die Mehrheit der Bevölkerung ihre Lebensgrundlage verloren.

Allein die aktuellen Meldungen über die Ereignisse in Ost-Ghouta, nahe Damaskus, der Region Idlib und im Zentrum des Landes zeigen, dass Stabilisierung in Syrien ferner denn je und jede Debatte um Rückkehr deplatziert ist. Wir brauchen einen langen Atem im Engagement für Frieden und die Respektierung der Menschenrechte von Menschen auf der Flucht. [...] Die 'Globalisierung der Solidarität', die Papst Franziskus immer wieder einfordert, sollte für uns alle Aufforderung und Ziel zugleich sein."

Unterstützung aus dem Bistum Limburg

Der Limburger Bischof Georg Bätzing sicherte am selben Tag Menschen in Konfliktregionen die Solidarität und Unterstützung des Bistums zu. "Als Christen im Bistum Limburg fühlen wir uns den Menschen in Ihrem Land sehr verbunden. Wir nehmen Anteil an ihren Sorgen und Ängsten und wollen diese Lasten mit ihnen teilen", schreibt Bätzing mehreren katholischen Bistümern in Krisenregionen in Kamerun, der Ukraine sowie der Demokratischen Republik Kongo.

Das Bistum Limburg verfolge die Entwicklung in den Konfliktregionen aufmerksam. "Mit hoher Anerkennung schauen wir darauf, wie Sie als Kirche am Ort den Menschen in Not Hilfe anbieten und Projekte starten. Sie nehmen den ganzen Menschen in den Blick und schenken ihnen Zuwendung und Hoffnung, wo diese oft nur schwer erkennbar ist", heißt es weiter. Bätzing sprach den Menschen in den jeweiligen Regionen Mut zu und dankte ihnen für ihren Einsatz.

Das Bistum stehe bereit, um zu vermitteln und Unterstützung zu leisten, betonte der Bischof. Die Diözese habe bereits in den vergangenen Jahren mit Aktionen für Solidarität mit Menschen in Krisenregionen geworben.

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