Allianz für Weltoffenheit: Gegen Fremdenfeindlichkeit, für Willkommenskultur
Allianz für Weltoffenheit: Gegen Fremdenfeindlichkeit, für Willkommenskultur
ZdK-Präsident Thomas Sternberg
ZdK-Präsident Thomas Sternberg

09.03.2016

22 katholische Organisationen unterstützen Allianz für Weltoffenheit "Gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit"

Vor einem Monat hat sich als Reaktion auf die Flüchtlingsdebatte die Allianz für Weltoffenheit gegründet - ein breites gesellschaftliches Bündnis, das immer mehr Zulauf erhält. Mittlerweile wird es von 22 katholischen Organisationen unterstützt. 

Ziel der "Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat"  ist es, angesichts der aktuellen Herausforderungen demokratische Grundwerte und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu wahren. Die Flüchtlings- und Zuwanderungsdebatte müsse sachlich und lösungsorientiert geführt werden. Hass und Intoleranz soll entschieden entgegengetreten werden. Die Werte des Grundgesetzes und des gesellschaftlichen Zusammenlebens müssen laut den Unterzeichnern von allen akzeptiert werden. Das Recht auf freie Ausübung der Religion sei ohne Unterschied anzuerkennen. 

Zu den Trägern gehören neben der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) auch die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Zentralrat der Juden in Deutschland, der Deutsche Kulturrat, der Koordinationsrat der Muslime, der Deutsche Naturschutzring, der Deutsche Olympische Sportbund und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege.

Unterstützt wird das Bündnis mittlerweile von mehr als 150 Organisationen und Verbänden, alleine 22 davon sind katholische Organisationen - etwa der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), der Deutsche Caritasverband, der Jesuiten Flüchtlingsdienst und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland. 

Bündnis ist "dringend notwendig"

Am Mittwoch trat das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) dem Bündnis bei. "Wir stehen voll und ganz zum Appell des Allianzträgerkreises, demokratische Grundwerte und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu wahren sowie Hass und Intoleranz entschieden entgegenzutreten", bestätigte Präsident Thomas Sternberg.

Dass dies dringend notwendig ist, beweisen laut Sternberg die zunehmende Hetze gegenüber Flüchtlingen, die menschenverachtenden Angriffe auf Flüchtlingsheime und die Morddrohungen gegen den katholischen Pfarrer Olivier Ndjimbi-Tshiende aus der bayerischen Gemeinde Zorneding. Dessen Rücktritt habe ihn "tief erschüttert", so Sternberg.

"Die rassistische Hetze gegen Pfarrer Ndjimbi-Tshiende hat eine Wucht und Aggressivität erreicht, die ich mir in Deutschland vor einem Jahr so nicht hätte vorstellen können", bekannte der ZdK-Vorsitzende. Es sei gut und wichtig, dass die Allianz für Weltoffenheit wachse und sich damit die Stimmen derjenigen mehren, die sich gegen diese Angriffe und jede Form von Menschenfeindlichkeit wenden.

(domradio.de, ZdK, DBK)

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