Aschekreuz am Aschermittwoch
Aschekreuz am Aschermittwoch

14.02.2018

Aschermittwoch: Kirchen bieten Ritual für Eilige Aschekreuz "to go"

Asche "to go" statt längerer Messfeier: Mit einer ungewöhnlichen Aktion geht die katholische Kirche in einigen Städten neue Wege zum Start der Fastenzeit. Das kurze Ritual richtet sich vor allem an Eilige und Berufstätige.

Die Dominikaner in Düsseldorf laden unter dem Motto "Ashes to go" am Aschermittwoch in die St. Andreaskirche zur Aktion "Aschekreuz zum Mitnehmen" ein. Im 30-Minutentakt werde das Aschekreuz von 15 bis 17 Uhr jeweils nach einem Kurzimpuls unter Orgelmusik ausgeteilt, kündigte der Orden an.

Weil Aschermittwoch und Valentinstag in diesem Jahr zusammenfallen, findet in der Dominikanerkirche an diesem Tag keine Segnung für Liebespaare statt. Stattdessen können Paare sich aus 1.200 Karten mit Zitaten von Papst Franziskus für Liebende die für sie passende Karte aussuchen.

Erstmals auch im Bistum Essen

Erstmals gibt es im Bistum Essen für Christen zum Beginn der Fastenzeit auch das Aschenkreuz "to go". Cityseelsorger Bernd Wolharn verteilt es am Aschermittwoch an einem Stand am Essener Dom an alle, die an diesem Tag keinen Gottesdienst besuchen können, wie das Bistum am Montag bekanntgab.

Nach einem kurzen Mittagsimpuls im Dom werde das Aschenkreuz bis 14.00 Uhr an der Kettwiger Straße gläubigen Christen angeboten.

Freiburger Aktion zur Fastenzeit

Asche "to go" statt längerer Messfeier: Mit einer ungewöhnlichen Aktion geht die katholische Kirche in Freiburg neue Wege zum Start der Fastenzeit. Viele Menschen hätten an Aschermittwoch nicht die Möglichkeit, einen Gottesdienst zu besuchen, sagte Pater Thomas Borgl der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) zur Begründung. "Der eine hat um vier Uhr Feierabend, die andere erst um sechs. Wir möchten trotzdem allen die flexible Möglichkeit geben, mit einem persönlichen Ritual die Fastenzeit zu beginnen."

Auf die Frage, ob das traditionelle Zeichen dadurch nicht banal werde, antwortete er: "Nein, ganz im Gegenteil. Durch die Konzentration auf das Eigentliche gewinnt das Ritual sogar an Gewicht." Für zwei Stunden am Spätnachmittag stünden ein Diakon und er im Eingangsbereich einer Kirche am Rathausplatz "und begrüßen alle, die für das Aschekreuz kommen".

Das Aschekreuz als Zeichen für eine neue Zeit

Der Dominikaner erklärte: "Wir beschließen das Aufzeichnen des Kreuzes noch mit einem kurzen Gebet und einem persönlichen Segen. Das alles gibt es im normalen Gottesdienst nicht." Nur wer dazu bewusst in die Kirche komme, erhalte "Ashes to go". Borgl weiter: "Wir überfallen niemanden damit." Er bezeichnete das Aschenkreuz als sehr guten Start in die Fastenzeit vor Ostern.

Nach den närrischen Tagen erinnere es an die Sterblichkeit und die Begrenztheit des Lebens und sei "ein Aufruf, sich neu auf Gott auszurichten". Beim Austeilen der Asche merke er immer wieder, "wie stark das Ritual ist, wie es vielen sehr nahe geht", so der Geistliche. Weitere Riten "to go" sind seinen Angaben zufolge derzeit nicht geplant. Er fügte hinzu: "Aber vielleicht würde es sich lohnen, da nochmal weiterzudenken. Denn Rituale als sinnliche Erfahrung des Glaubens sind heute extrem wichtig."

(KNA, epd)

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