Erzbischof Ludwig Schick
Erzbischof Ludwig Schick

17.11.2018

Erzbischof Schick Auch Ordensgelübde lassen sich missbrauchen

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat vor einer Pervertierung der Ordensgelübde gewarnt. Die Gelübde der Ehelosigkeit und Keuschheit, der Armut und des Gehorsams seien "Erbgut der Kirche".

Das sagte Schick am Samstag beim Tag der Orden in Bamberg. Allein: "Auch das Frömmste und Heiligste kann missbraucht werden", so der Erzbischof. "Den Sünden, die unter dem Deckmantel und Schein der Armut, des Zölibats oder der keuschen Ehelosigkeit und des Gehorsams geschehen sind, müssen wir uns stellen."

Zölibat und Keuschheit bedeuteten, jedem in seiner Persönlichkeit, mit seinem Leib und seiner Seele, mit Respekt und Hochachtung zu begegnen. Wo dies nicht gelebt werde, sei Übergriffigkeit auf Körper und Seele anderer nicht mehr weit, erklärte Schick. Armut, Keuschheit und Gehorsam - die sogenannten "Evangelischen Räte" - hätten "viel Sonne in die Welt gebracht, die alle Schatten weit überwiegen". Über ihren Sinn und ihre Bedeutung müsse aber immer wieder nachgedacht werden, damit sie Zeugnis vom Himmelreich gäben und Instrumente zur Ehre Gottes und zum Heil der Menschen würden.

Die Armut solle vor Habgier, der Gehorsam vor Überheblichkeit und Herrschsucht und die Keuschheit vor Schamlosigkeit, Unzucht und Missbrauch bewahren, ergänzte Schick. Wer die Ordensgelübde ablege, trenne sich nicht von den übrigen Christen, sondern müsse ihnen zu Diensten sein. Wer zu den Evangelischen Räten berufen sei, habe eine große Verantwortung für die Kirche und alle Christen, ja für die gesamte Menschheit. "Auch christliche Ehen und Familien sowie alles christliche Leben gelingen nur, wenn sie von den Evangelischen Räten inspiriert sind", so Schick.

(KNA)

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