Auch Kinder sind vom Terror betroffen
Auch Kinder sind vom Terror betroffen

30.07.2016

Drei Fragen an "logo!"-Moderatorin Jennifer Sieglar Terror-Anschläge vor Kindern nicht verheimlichen

Themen wie Terroranschläge und Amokläufe lassen sich vor Kindern nicht verheimlichen. Deshalb sei es wichtig, schlimme Ereignisse kindgerecht zu vermitteln, und Kindern Ängste zu nehmen, sagte Moderatorin Jennifer Sieglar von der Kindernachrichtensendung "logo!".

epd: Wie erklärt man Kindern Terroranschläge und Amokläufe?

Jennifer Sieglar: Erst mal ist es wichtig, dass man die Kinder ernst nimmt. Man kann sie vor diesen Themen nicht schützen - Kinder bekommen sie heute sowieso mit: in der Schule, im Internet, oder wenn sich Erwachsene darüber unterhalten. Wichtig ist, dass man die Nachrichten so aufbereitet, dass die Kinder sie verstehen. So kann man versuchen, ihnen Ängste zu nehmen. Das versuchen wir jeden Tag. Es ist dabei eine Herausforderung, die Erklärungen so einfach wie möglich zu halten. Zugleich dürfen wir aber nicht zu stark vereinfachen.

epd: Wie sieht das konkret aus?

Sieglar: Wir versuchen, keine schlimmen Bilder oder Videos vom Anschlagsort zu zeigen. Diese können sich bei Kindern einbrennen und vielleicht Alpträume verursachen. Wir zeigen eher Rettungskräfte oder was alles getan wird, um für Sicherheit zu sorgen. Trotzdem darf man auch nicht zu sehr verharmlosen, denn wir wollen die Kinder ernst nehmen. Außerdem versuchen wir die Nachricht einzuordnen und erklären zum Beispiel, was Terroristen mit Anschlägen erreichen wollen. Außerdem können sich die Kinder bei "logo!" auch immer darauf verlassen, dass trotz der traurigen Dinge, die auf der Welt passieren, am Ende der Sendung immer noch etwas Schönes oder Lustiges vorkommt. Dann zeigen wir etwas über Tiere, einen Kino-Tipp oder ein Kinderreporter-Interview. So ist man am Ende der zehn Minuten Nachrichten ein bisschen beruhigt und hat gelacht.

epd: Wie reagieren die jungen Zuschauer?

Sieglar: Wir bekommen viele E-Mails, in denen die Kinder uns schreiben, dass sie Angst haben, dass so etwas auch bei ihnen passieren könnte. Wir haben daher ein Interview mit einer Kinderpsychologin ausgestrahlt und Tipps gegeben, wie man mit dieser Angst umgeht. Außerdem haben wir zum Thema Terrorismus einen Chat angeboten, bei dem auch ein Kinderpsychologe dabei war. Dieser hat den Kindern geraten viel über Ihre Ängste zu sprechen. Wir wollen den Kindern vermitteln: "Hey, es ist normal, dass man Angst hat. Es passieren solche Dinge auf der Welt. Aber dass dir das passiert, ist ziemlich unwahrscheinlich."

Das Interview führte Holger Spierig.

(epd)

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