01.04.2014

Kardinal Lehmann zu Tebartz-van Elst "Es gibt nichts zu beschönigen"

Karl Kardinal Lehmann hat sich öffentlich zu der "Affäre Limburg" geäußert. Besonders bedauert er, dass der vormalige Limburger Bischof die Fehler nicht benenne, die er bereut.

In der Affäre um den zurückgetretenen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst gibt es nach Ansicht von Kardinal Karl Lehmann nichts zu beschönigen. Zwar habe es seitens mancher Medien eine Hetzkampagne gegen Tebartz-van Elst gegeben, schreibt der Mainzer Bischof in einem am Dienstag vorab veröffentlichten Beitrag für die Bistumszeitung "Glaube und Leben". Der Prüfbericht zum Finanzgebaren Tebartz-van Elsts zeige aber, "dass es eben doch erhebliche Fehler und unverantwortliche Missgriffe gab".

Leider habe der vormalige Limburger Bischof weder in den vergangenen Monaten noch in diesen Tagen konkret die Fehler benennt, die er bereue, bemängelt Lehmann. Deswegen dürfe man sich über ein vernichtendes Medienecho nicht wundern. Als "besonders abstoßend" bezeichnet es Lehmann, dass Tebartz-van Elst in seiner Stellungnahme zum Prüfbericht vor allem seinen ehemaligen Generalvikar Franz Kaspar belaste.

Nach vorne schauen

Nachdem nun alles offenbar sei und Papst Franziskus die Konsequenzen gezogen habe, "wollen wir wirklich nach vorne schauen", schreibt Lehmann. "Wir wollen bis in die Fragen einer leichteren finanziellen Durchschaubarkeit des kirchlichen Finanzgebarens viele Konsequenzen zu mehr Transparenz ziehen", betont der Kardinal. Obgleich vieles längst zugänglich sei, bleibe noch viel zu tun.

Mit Blick auf die Ankündigung des Papstes, Tebartz-van Elst zu gegebener Zeit eine neue Aufgabe zu übertragen, schließt Lehmann seinen Beitrag mit den Worten: "Wir wünschen ihm dafür ein gutes Gelingen und bitten um einen guten Neuanfang für unser Nachbarbistum, für uns alle und auch für Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst."

(KNA)

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