Schülerinnen und Schüler des St. Ursula-Gymnasiums unterwegs nach Assisi
Schülerinnen und Schüler des St. Ursula-Gymnasiums unterwegs nach Assisi
Bergmesse mit Schülerinnen und Schülern des. St. Ursula-Gymnasiums in Brühl bei Köln
Bergmesse mit Schülern des Brühler St.-Ursula-Gymnasiums

14.09.2018

Erzbischöfliches St.-Ursula-Gymnasium Brühl feiert Jubiläum "Sehr wichtige Investition"

Ein "Ort lebendigen Glaubens, der alle Bereiche unseres Schullebens durchdringt" – ein solcher Ort möchte das Erzbischöfliche St.-Ursula-Gymnasium in Brühl sein. Dafür tut es einiges. In diesem Jahr feiert die Schule ihr 125-jähriges Jubiläum.

Die Schule ist ein Ort, an dem ein junger Mensch laut einer Studie bis zu seinem Abitur etwas 12.500 Stunden verbringt. Und das gerade in den Jahren, in denen er auf der Suche nach seiner Identität ist, Fragen stellt und nach Halt sucht. Als Schule mit einem christlichen Leitbild möchte das St.-Ursula-Gymnasium diese Fragen mit Hilfe des Glaubens beantworten. Es möchte ein Ort sein, an dem eine Schulgemeinschaft lebt, in der Lehrer, Schüler und Eltern ihr Handeln an christlichen Werten orientieren. Der christliche Glaube soll Impulse für die Persönlichkeitsentwicklung setzen.

"Die Schule greift ganz konkret in das Leben der jungen Menschen ein. Als Unterrichtende haben wir die Möglichkeit und Verantwortung, aus dem Glauben heraus zu leben, zu bezeugen und weiterzuvermitteln", sagt Pater Gianluca Carlin, der seit 2009 Schulseelsorger am St.-Ursula-Gymnasium ist. Das sei eine schöne und auch herausfordernde Aufgabe, weil der Glaube für junge Menschen heutzutage nicht mehr selbstverständlicher Inhalt ihres Lebens sei. Pater Carlin findet dennoch gerade zu ihnen einen besonderen Zugang. Junge Menschen seien viel empfänglicher für den Glauben, die Auseinandersetzung sei viel unmittelbarer.

Gelebter Glaube

"Schule ist Kultur und auch das will vom Glauben durchdrungen werden", meint der Brühler Schulseelsorger. In der Schule solle man als Person wachsen können, dazu gehörten alle Dimensionen und Interessen. Aus diesem Grunde ist es für Pater Carlin selbstverständlich, mit seinen Schülerinnen und Schülern nicht nur die wöchentlichen Schulgottesdienste zu feiern, sondern auch bei Fahrten und Besinnungswochenenden ihr Ansprechpartner zu sein.

Zahlreiche Angebote der Schulseelsorge versuchen, die Schülerinnen und Schülern in ihrer konkreten Lebensphase aufzufangen. Schüler der Unterstufe beschäftigen sich auf Wochenenden in Maria Laach mit ersten Fragen nach ihrem persönlichen Glauben, in der Jahrgangstufe 11 dann besteht Möglichkeit zu religiöser Orientierung. Die im Endspurt steckenden Abiturienten können bei einem geistlich begleiteten Lernwochenende Kraft tanken.

Besonders intensiv seien die Erfahrungen auf Wallfahrten. Mit dem Rad oder auch zu Fuß pilgert Pater Carlin einmal im Jahr mit Schülerinnen und Schülern nach Trier und Assisi. "Manche befürchten nach der ersten Anmeldungswoche schon, keinen Platz mehr zu bekommen. Die Nachfrage ist groß", erzählt er. Viele Familien seien dankbar für die vielfältigen Möglichkeiten, die die Schule bietet.

Grund zu feiern

In dieser Woche feiert das St.-Ursula-Gymnasium sein 125-jähriges Jubiläum. Die Festwoche begann mit einem Pontifikalamt im Hohen Dom zu Köln am 10. September und endet mit einem Festakt an diesem Freitag, der von allen Beteiligten bunt gestaltet wird. Es ist eine Woche, die ganz lebendig präsentieren soll, warum die Schule nach 125 Jahren immer noch besteht und täglich mehr als 1.000 Schülerinnen und Schüler dort ein- und ausgehen.

Seit die Ursulinen von St. Salvator eine "Private höhere Töchterschule mit Pensionat" in der Cölnstraße in Brühl eröffneten, ist viel Zeit vergangen. Die Schule zog kurz darauf um, ein weiterer Flügel wurde angebaut. 1909 wurde das "Lyzeum" staatlich anerkannt.

Von den Turbulenzen des 20. Jahrhundert ist die Schule nicht verschont geblieben. Aufgrund von nationalsozialistischen Anordnungen wurde das Gymnasium im Jahr 1940 geschlossen und erst nach dem Zweiten Weltkrieg wiedereröffnet. Schließlich wurde das Mädchengymnasium in die Trägerschaft des Erzbistums übernommen. Das alte Kloster- und Schulgebäude wurde abgerissen, ein neues errichtet. Im Jahr 1979 begann schließlich auch die "Koedukation", zehn Jahre darauf verabschiedete sich der erste Abiturjahrgang mit Jungen und Mädchen.

Katholische Schule im Wandel der Zeit

Nach mehr als 100 Jahren ist das Brühler St.- Ursula-Gymnasium immer noch katholische Schule im Erzbistum Köln. Eine Schule, die nicht nur von Ereignissen des letzten Jahrhunderts, sondern auch von neueren Entwicklungen gezeichnet ist. Es gilt als nicht mehr als selbstverständlich und wird auch schon lange nicht mehr vorausgesetzt, dass an Schulen ein christliches Leitbild erkennbar ist, weiß Schulseelsorger Carlin aus Erfahrung. Gleichzeitig mit der Anzahl bekennender Christen in unserer Gesellschaft schrumpfe auch das Bewusstsein für christliche Werte in einer Schulgemeinschaft.

"Unsere Aufgabe ist es, unserer Identität treu zu bleiben", kommentiert Pater Carlin diese Entwicklung. Umso wichtiger sei es, Kollegen zu haben, die bereit seien, ihren Glauben zu bezeugen. Nicht nur Religionslehrer, sondern auch Mathematik-, Physik- und Musiklehrer.

Eine wichtige Investition

"Das Erzbistum muss seine Schulen weiterhin fördern. Es ist eine sehr wichtige Investition", findet Pater Carlin. Schon seit einigen Jahren müssen aber das Erzbistum Kompromisse eingehen und die Schulen Abstriche machen. Es kann nicht mehr gewährleistet werden, dass sich jede erzbischöfliche Schule auf ihren eigenen Schulseelsorger verlassen kann. Meist muss dieser gleichzeitig noch viele andere Bereiche abdecken. Dass es immer weniger Geistliche für die dennoch zahlreichen Aufgaben gibt, wird auch an dieser Stelle spürbar.

Die Laien müssten mit in die Verantwortung gezogen werden, vermutet Pater Carlin. Gerade deshalb sei es wichtig, junge Menschen auszubilden, die ihren Glauben bezeugen können. "Mein größtes Anliegen ist es, den jungen Menschen zu vermitteln, wie schön es ist, sich für Christus zu öffnen und ihm zu folgen."

Hannah Küppers

(DR)

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