Erster "Preacher-Slam" in Erzdiözese Köln
Erster "Preacher-Slam" in Erzdiözese Köln
Diakon Uli Merz in einem Update-Gottesdienst
Diakon Uli Merz in einem Update-Gottesdienst

31.08.2018

Erster "Preacher-Slam" in Erzdiözese Köln Wer ist der beste Prediger?

Preacher-Slam, Welcome-Team und Worship-Musik? Das sind Teile des "Update-Gottesdienstes", einer neuen Form, gemeinsam den Glauben zu erleben. Was dahinter steckt und warum es diese neue Form der Verkündigung gibt, erklärt Diakon Uli Merz.

DOMRADIO.DE: Der Preacher-Slam ist in einem so genannten Update-Gottesdienst integriert – was muss man sich denn darunter vorstellen?

Uli Merz (Diakon im Seelsorgebereich Düsseldorfer Rheinbogen, hat den Preacher-Slam vorbereitet): Der Update-Gottesdienst ist eine neue Gottesdienstform, die wir seit November 2015 dreimal im Jahr anbieten. Es ist im Grunde eine Antwort auf die Erkenntnis, dass die Menschen unseren etablierten Gottesdiensten fernbleiben. Der Kirchenbesucher-Schwund ist also der Auslöser gewesen. Also haben wir uns umgeschaut und uns Gemeinden angeguckt, die wachsen; denn die gibt es auch. Bei denen haben wir geschaut, was die denn anders machen und was wir davon an Erkenntnissen gewinnen und umsetzen können. Das machen wir in den Update-Gottesdiensten und das klappt auch ganz gut. 

DOMRADIO.DE: Also ein Bestandteil darin ist dann der Preacher-Slam. Was ist sonst noch anders in diesem Update-Gottesdienst?

Merz: Wenn Sie dahin kommen, werden Sie zunächst einmal willkommen geheißen. Es gibt dafür ein "Welcome-Team". Wir haben christliche Popmusik, Worship-Musik, die von unserer eigenen Band "Pray" kommt. Man hat also kein Gotteslob in der Hand, sondern man sieht die Liedtexte an einer Leinwand. Weiterhin gibt es einen Kurzfilm-Impuls. Ich habe die Möglichkeit, 30 bis 40 Minuten zu predigen und dazu eine Powerpoint-Präsentation zu zeigen. Wir haben auch eine Pause, in der man etwas essen und trinken kann. Man kann sich auch segnen lassen, Fürbitten und ein "Danke" gegenüber Gott formulieren. Da kommen dann schon zwei Stunden zusammen.

DOMRADIO.DE: Zum Poetry Slam gehört die bewusste Selbstinszenierung des Vortragenden. Wie sieht das beim Preacher Slam aus?

Merz: Da ist es im Grunde genauso. Beim Preacher-Slam macht sich jemand Gedanken über seinen eigenen Glauben und bringt seine Persönlichkeit auch mit rein – wie das übrigens auch bei jeder guten Predigt sein sollte. Und genau dafür hat er dann sieben Minuten Zeit.  Wenn er das nicht schafft, wird er unterbrochen von einem Jingle, was bei normalen Predigten ja nicht der Fall ist.

DOMRADIO.DE: Beim Poetry Slam kürt das Publikum den Gewinner – wird es bei Ihnen auch einen Gewinner oder Gewinnerin geben?

Merz: Ja genau: Die Gottesdienstbesucher schauen selbst, was sie am meisten anspricht; vielleicht ist das die Tiefsinnigkeit oder der Humor oder die Relevanz für das eigene Leben oder die Art und Weise, wie vorgetragen wird.

DOMRADIO.DE: Was sollen denn die Kirchbesucher von diesem besonderen Gottesdienst mitnehmen?

Merz: Freude! Viel Spaß am Glauben, Interesse bekommen auf die Suche zu gehen und Gemeinschaft zu erleben und erfahren, dass Kirche richtig Spaß machen kann und Relevanz hat fürs eigene Leben. 

Das Interview führte Tobias Fricke.

(DR)

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