Die Mozart-Messe in B-Dur stand auf dem Programm des diesjährigen Mitsing-Hochamtes.
Die Mozart-Messe in B-Dur stand auf dem Programm des diesjährigen Mitsing-Hochamtes.
Sängerinnen und Sänger aus dem gesamten Erzbistum beteiligen sich an dem musikalischen Ferienprojekt.
Sängerinnen und Sänger aus dem gesamten Erzbistum beteiligen sich an dem musikalischen Ferienprojekt.
Die Mozart-Messe erfordert präzise Einsätze für Chor und Orchester.
Die Mozart-Messe erfordert präzise Einsätze für Chor und Orchester.
Minerva Radu (Mitte) brachte sich die Mozartmesse in B-Dur selbst bei.
Minerva Radu (Mitte) brachte sich die Mozartmesse in B-Dur selbst bei.
Die Mozart-Messe in B-Dur gehört für viele Kirchenchöre zum Repertoire.
Die Mozart-Messe in B-Dur gehört für viele Kirchenchöre zum Repertoire.
Chorleiter Winfried Krane beim Zwischengesang.
Chorleiter Winfried Krane beim Zwischengesang.
Elisabeth Schwarzer (links) aus Solingen mit ihren Kolleginnen im Sopran.
Elisabeth Schwarzer (links) aus Solingen mit ihren Kolleginnen im Sopran.
Domkapitular Dr. Dominik Meiering mit fünf Konzelebranten aus Mailand.
Domkapitular Dr. Dominik Meiering mit fünf Konzelebranten aus Mailand.

19.08.2018

Kölner Dommusik lud zum Mitsing-Hochamt ein "Immer wieder ein Erlebnis!"

In den Sommerferien nutzen die meisten Kirchenchören die Gelegenheit, eine Sommerpause einzulegen, auch die Verantwortlichen der Dommusik. Bis auf eine Ausnahme. Und dann ist die Kathedrale so gut besucht wie an keinem anderen der Feriensonntage.

"Ave, ave verum corpus…", setzt der Chor ein. Doch gleich nach dem ersten "Ave" winkt Winfried Krane hinter seinem Notenpult ab. "Bitte nicht nach dem ersten Komma sofort wieder atmen, sondern in großen Bögen denken. Diese Musik hat eine Form, die es zu wahren gilt. Schließlich hat sich der Komponist etwas dabei gedacht." Freundlich mahnend wirbt er dafür, den Fluss des Stückes nicht mit hörbarem Luftholen zu stören, und singt vor, was er meint. Und so gibt es beim zweiten Durchlauf keine Unterbrechung mehr. Der Hinweis ist bei den rund 100 Sängerinnen und Sängern, die an diesem Morgen aus allen Teilen des Erzbistums zusammengekommen sind, um sich bereits zwei Stunden vor dem traditionellen Mitsing-Hochamt zu einer Verständigungsprobe mit Chorleiter Krane im Probensaal des Kölner Domes zu treffen, angekommen.

Herausragende Chormusik

Und außerdem: Wie oft haben sie nicht schon dieses von Mozart in 46 Takten komponierte Bravourstück für Chor, Streicher und Orgel in der eigenen Pfarrei gesungen! Meist zu feierlichen Anlässen. Da gibt es also keine Notenunsicherheiten mehr; allenfalls eine Abstimmung beim Tempo oder der Dynamik, die von Dirigent zu Dirigent schon mal variiert. Also sind Aufmerksamkeit und genaues Zuhören gefragt. Denn Krane vermittelt sehr genau, wie er diese überaus bekannte Komposition, die später zur Kommunion gesungen werden soll, interpretiert haben will. Gerade weil das "Ave verum" auch bei einem Großteil der Kirchbesucher als bekannt vorausgesetzt werden darf, muss die Qualität stimmen. Aber natürlich auch, weil der Dom eben der Dom ist und hier Sonntag für Sonntag herausragende Chormusik geboten wird.

Im musikalischen Mittelpunkt aber steht an diesem fünften Feriensonntag, an dem die Kölner Dommusik nun immer zum Mitsing-Hochamt in den Dom einlädt, die Mozart-Messe B-Dur, auch Loreto-Messe genannt. Einzelne Sängerinnen und Sänger aus dem gesamten Erzbistum, aber auch ganze Chorgemeinschaften sind dann zur Mitgestaltung der Liturgie willkommen und sollten sich bereits ein paar Wochen vorher zu diesem Projekt angemeldet haben. Voraussetzung ist lediglich, das Werk bereits einmal einstudiert und damit im eigenen Repertoire zu haben. In der Regel wählt Kirchenmusiker Krane, der die Idee zu diesem Ferienchor vor etwa zehn Jahren entwickelt hat, eine Messe aus, die zu den Standardwerken eines Kirchenchores gehört.

Viele Kirchenchormitglieder planen den Termin ein

Erfahrungsgemäß melden sich auch immer genügend Interessenten, die ganz begeistert bei dieser Initiative mitzumachen. "Der Termin ist eigens im kirchenmusikalischen Sommerloch gewählt", erklärt Krane. Denn gerade dann fänden sich immer zahlreiche Teilnehmer, die diese Einladung zum Singen im Dom mit einem Sommerausflug in die Rheinmetropole verbinden würden. "Die Freude derer, die hier heute Mozart mitsingen, spiegelt das große Engagement, mit dem zuhause in den Heimatgemeinden Kirchenmusik gemacht wird. Bei dieser Aktion stimmt nun einfach das Gesamtpaket: minimale Probenzeit am Aufführungstag selbst, dann die liturgische Mitwirkung an einem spektakulären Ort und schließlich der Brauhaus-Besuch zum Ausklang, was in der Summe für einen attraktiven Köln-Trip sorgt." Viele Kirchenchormitglieder wären in jedem Jahr mit dabei und planten das Datum im Vorfeld bereits fest ein.

Elisabeth Schwarzer aus Solingen ist eine von ihnen. Regelmäßig ist sie mit von der Partie, wenn es darum geht, gemeinsam mit der Kölner Domkapelle unter der Leitung von Winfried Krane, dem Leiter der Domkantorei Köln, eine Orchestermesse von Haydn oder Mozart vom Blatt zu singen. "Es ist immer wieder ein Erlebnis", schwärmt die 80-Jährige, die in diesem Jahr mit der Goldenen Ehrennadel des Diözesan-Cäcilienverbandes für ihre 40-jährige Mitgliedschaft im Kirchenchor St. Josef ausgezeichnet wurde. Minerva Radu aus der Kölner Innenstadtpfarrei Herz Jesu, angemeldet in der Stimmgruppe Alt, ist schon zum siebten Mal mit dabei. Allerdings hat sie sich diesmal ganz alleine auf das Mozart-Programm vorbereitet, da sie die Messe noch nie zuvor gesungen hat. "Wie ein Schüler, der seine Hausaufgaben erledigen muss, habe ich mich hingesetzt, mich immer wieder in die Musik hineingehört, am Klavier gesessen und mir die Noten selbst beigebracht", berichtet die 70-Jährige. Die Freude aber, die sie heute empfinde, entschädige für allen Aufwand. "Es ist so ein schönes Gefühl, mitsingen zu dürfen", strahlt sie und ist dankbar für die Chance der Mitwirkung. Im Dom zuzuhören sei das eine, aber mitzugestalten noch einmal etwas ganz anderes. Toll sei außerdem, dass man in jedem Jahr alte Bekannte wiedertreffe. "Man kennt sich schon und begegnet vielen vertrauten Gesichtern."

"Zackig und auf den Punkt gebracht"

"Es macht einfach viel Spaß, in einem derart großen Chor zu singen", begründet Sabine Amberg aus St. Josef und St. Norbert, Dellbrück, ihre Motivation. Schon früh hatte sie im Generalvikariat nach dem Termin für das diesjährige Mitsing-Hochamt gefragt, zumal sie auch in der Vergangenheit schon an dieser Aktion teilgenommen hat. Mit ihren 47 Jahren senkt sie um einiges das Durchschnittsalter der Mitwirkenden. Aber das ist eben auch eine Realität in den Kirchenchören: Es kommen zu wenige nach. Da kann es schnell passieren, dass Ensembles, die sich nicht rechtzeitig um Nachwuchs kümmern, überaltern. Im Dom zu singen ist für die Chorsängerin jedenfalls "etwas ganz Besonderes". Außerdem, so Amberg, mag sie, wie Krane dirigiert: "zackig und auf den Punkt gebracht". Das Ganze sei ein "absolutes Highlight" für sie.

Seit "ewigen Zeiten im Repertoire" hat Herbert Schartmann die Mozartmesse Köchelverzeichnis 275, zumal er seit seinem achten Lebensjahr im Chor singt. Der 81-Jährige hat sich gemeinsam mit seiner Frau Karin zu dem Mitsing-Hochamt angemeldet. Und das nicht zum ersten Mal. Beide sind passionierte Sänger – sie im Sopran, er im Bass – und gehören dem Abtei-Chor St. Nikolaus Brauweiler an. Was Anspruch und Professionalität angeht, sind sie kirchenmusikalisch daher eher verwöhnt. Trotzdem oder gerade deshalb suchen sie gerne nach neuen Herausforderungen. Vor allem aber, wenn es – wie in diesem Fall – ihr gemeinsames Hobby betrifft.

Beatrice Tomasetti
(DR)

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