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Vom Diakon zum Priester: Udo Casel
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Propsteikirche Sankt Pankratius in Königswinter-Oberpleis
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24.10.2017

Seelsorge in einer Großpfarrei als Chance "Für uns ein großer Gewinn"

Vielerorts in deutschen Bistümern entstehen XXL-Pfarreien mit tausenden Gläubigen. Dass diese Entwicklung auch ein Gewinn sein kann, zeigt sich in Königswinter bei Bonn. Diakon Udo Casel freut sich über viel Nähe und persönlichen Umgang.

domradio.de: Die Pfarreiengemeinschaft Königswinter Am Oelberg ist ein Zusammenschluss von fünf Pfarrgemeinden. Sie alle haben gemeinsam einen Pfarrer und einen Pfarrgemeinderat, dazu natürlich ein großes Seelsorgeteam. Herr Casel, Seelsorge für 13.500 Katholiken - da stellt man sich natürlich die Frage: Ist ein persönlicher Umgang mit den Menschen überhaupt möglich? 

Udo Casel (Diakon in der Pfarreiengemeinschaft Königswinter Am Oelberg): Ja, das ist es, auf jeden Fall! Wir haben das ganz interessant organisiert. Wir sind in unserem Team sechs Hauptamtliche, drei Gemeindereferenten und drei geweihte Hauptamtliche - das sind der Pfarrer, der Pfarrvikar und ich. Und wir haben damals bei der Aufgabenverteilung gesagt: Wir drei - die geweihten Leute - sind jeweils zuständig für zwei Kirchen und deren Gemeinde. Das heißt, da wohnen wir und da sind wir auch am Ort persönlich da. Da sind wir im Ortsausschuss präsent, da sind wir auch bei den Vereinen. Und so entsteht, wenn man näher dran ist, einfach ein schöner Kontakt.

Die Menschen kommen zu uns und schätzen die Gemeinde selbst, schätzen uns als Personen. Und sie schätzen auch, dass wir nicht nur alleine da sind, sondern dass wir zum Beispiel auch mit den Predigten wandern, dass sie jeden Sonntag einen anderen hören und dass wir auch einiges gemeinsam machen können, was in den einzelnen Gemeinden nicht mehr möglich ist. 

domradio.de: Überhaupt sind Sie ja viel in Bewegung. Es gibt auch einen Kapellen-Wanderweg zu allen zwölf Kapellen, die zu ihren Pfarreien gehören. Was genau kann man sich darunter vorstellen?

Casel: Das ist eine Initiative von einigen Rentnern gewesen, die entdeckt haben: Mensch, wir haben zwölf Kapellen. Es wäre doch schön, wenn wir da einen Wanderweg anbieten könnten. Wir haben Menschen in den einzelnen Orten, die für die jeweiligen Kapellen sorgen. Und die haben diese Kapellen einfach mit einem Weg verbunden. Es gibt es eine Wegbeschreibung und es gibt immer mehr Menschen, die diesen Weg gehen. Wir sind ihn selber mit den Gemeinden auch gegangen - auch ökumenisch. Immer wieder gibt es Angebote von der einen Kapelle zur nächsten.

Und wir hören immer wieder auch von Leuten, die über den Tourismus kommen und dann ganz positive Rückmeldung geben. Ich habe jetzt noch eine ganz konkrete Rückmeldung von einem mir befreundeten Pfarrer bekommen, der geschrieben hat: "Wunderschöner Weg, tolle Wegbeschreibung, nette Menschen. Ich hatte überall schöne Begegnungen." Ja, was wollen wir mehr an persönlichen Dingen? 

domradio.de: Da klingt bei Ihnen XXL-Gemeinde fast schon richtig positiv. Gibt es auch Sachen, die auf der Strecke bleiben? 

Casel: Eigentlich fast nichts, würde ich sagen. Wir erleben das hier als einen sehr großen Gewinn. Mir ist zum Beispiel die Glaubensbildung ein ganz großes Anliegen. Exerzitien im Alltag kann man heutzutage mit einer Gemeinde allein nicht mehr stemmen, denn dafür gibt es zu wenig Interessierte. Wenn wir aber sagen, einer von uns macht das direkt für alle Gemeinden, dann ist das einfach eine Bereicherung.

Genauso ist das mit den Kindergottesdiensten. In unseren kleineren Gemeinden haben wir jeweils zehn Kommunionkinder. Aber einmal im Monat rufen wir die Kommunionkinder aller Gemeinden zu einem Gottesdienst zusammen - das sind 100 Kinder und dann geht schon ganz anders die Post ab.

Das Interview führte Verena Tröster.

(DR)

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