Dompropst Gerd Bachner sitzt im Kölner Dom.
Dompropst Gerd Bachner sitzt im Kölner Dom.
SilentMOD im Kölner Dom
SilentMOD im Kölner Dom
SilentMOD im Kölner Dom
SilentMOD im Kölner Dom
Die Heiligen Drei Könige bei SilentMod im Dom als Laserstrahler.
Die Heiligen Drei Könige bei SilentMod im Dom als Laserstrahler.

22.08.2016

Kölner Dompropst zieht Bilanz nach SilentMOD "Wir werden bestimmt einzelne Elemente aufgreifen"

Fast 50.000 Besucher haben in den drei Nächten von Donnerstag bis Sonntag die Licht-und-Klang-Installation "SilentMod" im Kölner Dom gesehen. Der Kölner Dompropst Gerd Bachner ist "froh und dankbar".

domradio.de: Sie machen einen zufriedenen Eindruck!

Prälat Gerd Bachner (Kölner Dompropst): Ich bin froh und dankbar. Ich habe mit diesen Zahlen nicht gerechnet, aber ich hatte es mir erhofft. Das freut mich sehr und noch mehr freut mich, dass so viele Menschen mir an diesen Abenden signalisiert haben, dass sie etwas mitnehmen, dass es ihnen große Freude bereitet hat und dass sie auch über das geistliche Programm nachdenken. Am Ende war ich restlos kaputt, aber erfüllt kaputt.

domradio.de: Das Projekt lief ja im Rahmen der Spielemesse gamescom und nannte sich SilentMod. Mod bedeutet in der Gamersprache Modification – also Änderung. Es sollte also etwas angeboten werden und ein Feedback kommen. Kam das?

Bachner: Es war ein ständiger Prozess des Dialoges. Ob Künstler, Musiker, Techniker, Installateure, Freiwillige und auch ich - wir haben uns ständig ausgetauscht über die Erfahrungen und haben jeden Tag etwas Neues gemacht. Es gab einen Grundduktus, aber es gab eigentlich jede Stunde Variationen. Es wurde immer wieder etwas verändert, zum Beispiel am Nebel, an der Duftverteilung, an den Suchbewegungen der drei Roboter Kaspar, Melchior und Balthasar im Zusammenspiel mit der Musik. Damit wir unserem Ziel, die Gottsuchung des Menschen darzustellen, immer ein Stück näherkommen konnten. Es wurde also wirklich immer modifiziert aufgrund der Reaktionen.

domradio.de: Was war das für ein Publikum?

Bachner: Die Gamer sind gekommen, aber auch die Kölner, auch sehr viele Junge und jung gebliebene Ältere. All diese Menschen haben sich auf diese völlig neue Erfahrung eingelassen. Und auch die Skeptiker, die die Würde des Gotteshauses in Gefahr sahen, waren am Ende begeistert. Auch die Musiker Blank & Jones, waren überwältigt von der Wirkung.

domradio.de: Die Musik kann man mittlerweile auch erwerben, die CD heißt auch "DOM". Vielleicht gibt es auch eine Kerze mit dem Duft.  Was bleibt denn für den Dom?

Bachner: Es bleiben die Menschen, die sich gefreut haben an dieser Installation. Ob das die Musik war, die Stille, der Duft, die Laser oder die Roboter oder das Zusammenspiel all dieser Dinge. Es bleibt also die Freude.

Es bleiben auch die Menschen, die froh darüber waren und sind, dass die Kirche und der Dom sich öffnen für solche neuartigen Projekte und Wege.

Und es bleiben die Menschen, die wirklich die geistliche Dimension für sich entdeckt haben. Die sich nun fragen, wie die eigene Suche nach Gott, Leben und Sinn aussieht.

domradio.de: Und für Sie als Gastgeber?

Bachner: Für uns als Gastgeber war das eine Maßnahme, von der die Menschen lange sprechen werden und die auch für kommende Veranstaltungen wichtig sein wird. Und für die Stadt war es auch eine wunderbare positive Werbung. Besonders nach den schrecklichen Ereignissen in der Silvesternacht direkt neben dem Dom. Tausende Menschen hat etwas begeistert. Und alle haben sich ruhig verhalten, andächtig, friedlich, Junge und Alte. Die Domschweizer meinten, so etwas hätten sie noch nie erlebt. Wer in diesen mystischen Raum Dom eintrat, wusste intuitiv, wie er sich zu verhalten hatte und konnte zur Mitte finden.

domradio.de: Es schafften aber nicht alle in den Dom.

Bachner: Für die tut es mir wirklich leid. Aber es waren am Samstag so viele Menschen da, dass wir die Warteschlange gegen halb eins beenden mussten.

domradio.de: Wird es so etwas noch einmal geben?

Bachner: Im kommenden Jahr sicher nicht. Aber wir werden bestimmt einzelne Elemente aufgreifen. Zum Beispiel war das Triforium wunderbar angestrahlt. Vielleicht kann man an hohen Festen etwas von der Beleuchtung übernehmen.

Das Interview führte Uta Vorbrodt.

(DR)

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