04.04.2016

Kölns Oberbürgermeisterin Reker zu Baptisterium Neugegebener Schatz

Das Baptisterium ist ein Ort für alle Christen, unterstreicht Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker nach der feierlichen Einsegnung am Kölner Dom. Sie will sich für eine würdevolle Domumgebung einsetzen.

domradio.de: Was bedeutet das für Köln, dass wir dieses Baptisterium in dieser neuen Umgebung haben?

Henriette Reker (Oberbürgermeisterin Köln): Das älteste Taufbecken nördlich der Alpen war 1200 Jahre verborgen, dann hat man lange Zeit gebraucht, um die Umgebung so zu gestalten, dass es wirklich erkannt werden kann von den Kölnerinnen und Kölnern. Es wird ein Anziehungspunkt sein für unsere Besucher. Die Gestaltung dieses Ortes hier, einschliesslich der Treppe, die zu diesem Ort und zu dieser Lichtinstallation führt, ist schon einmalig. Ich denke, es ist der richtige Rahmen für diesen Schatz, der uns jetzt neu gegeben wurde.

domradio.de: Welche Aussage steht hinter diesem Schatz, dass schon vor so vielen Hunderten von Jahren in Köln Christen getauft wurden?

Reker: Dass vor vielen Jahrhunderten hier Christen getauft worden sind und dass das auch nicht konfessionsbezogen ist. Deswegen hat es mich auch so gefreut, dass es ein Ort für alle Christen ist. Unabhängig davon, ob sie Katholiken oder Protestanten sind. Hier geht es um die Taufe, um die Erneuerung. Das strahlt dieser Ort auch aus.

domradio.de: Man sagt immer, die Vergangenheit ist zugleich auch wichtig für die Zukunft einer Stadt. Köln hat so eine reiche Vergangenheit, was heißt das für die Zukunft?

Reker: Nur wenn man seine Vergangenheit kennt, kann man auch die Zukunft finden. Köln hat auch eine reiche Zukunft. Köln gehört zu den wachsenden Metropolen. Köln gehört zu den jungen Städten. Köln ist ja seit dem Mittelalter ein einmaliger Handelsplatz, dazu haben natürlich auch die Reliquien beigetragen, unsere Heiligen Drei Könige, die uns immer beschützt haben. Köln wird auch eine großartige Zukunft haben, da bin ich von überzeugt.

domradio.de: Und im Mittelpunkt steht natürlich der Kölner Dom?

Reker: Im Mittelpunkt steht unsere wunderbare Kathedrale, an deren Umfeld wir jetzt sehr tüchtig arbeiten, dass es so würdevoll ist, wie es dem Heiligen Ort, aber auch dem Weltkulturerbe Dom auch gerecht wird.

Das Interview führte Johannes Schröer.

(dr)

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