Medikamente, Arzneimittel, Tabletten, Pillen
In Hospizen müssen viele Medikamente weggeworfen werden

12.08.2015

Hospize im Erzbistum müssen Unmengen an Medikamenten vernichten Weg mit der Wegwerf-Vorschrift

Hospize sind dazu verpflichtet, Medikamente verstorbener Patienten komplett zu vernichten. Allein in den Hospizen im Erzbistum Köln landen jedes Jahr Arzneien im Wert von über 150.000 Euro im Müll. Die Caritas fordert ein Ende der Wegwerf-Vorschrift.

Die Caritas hat eine Untersuchung der zwölf Hospize im Erzbistum durchgeführt und den Wert der weggeworfenenen Medikamente festgestellt. Der Diözesan-Caritasverband fordert ein Ende der Wegwerf-Bestimmung. "Diese Vorschrift ist medizinisch und ökonomisch unsinnig", so Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Johannes Hensel.

Laut Arzneimittelgesetz dürfen unverbrauchte Medikamente eines Hospiz-Bewohners nicht für andere Bewohner weiter verwendet werden, sondern müssen den Vorschriften gemäß entsorgt werden - andernfalls riskieren Ärzte eine Anzeige oder Geldstrafen. Ein Teil der unverbrauchten Medikamente wird von den Apotheken zurückgenommen und über deren Rücknahmesystem entsorgt - der größere Teil aber lande im Sondermüll, heißt es von der Caritas. Ausgenommen von der Regelung seien nur Medikamente, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, also etwa Morphine.

NRW-weit landen schätzungsweise 850.000 Euro im Müll

Im Erzbistum Köln gibt es zwölf Hospize mit insgesamt 103 Plätzen. Im Durchschnitt der vergangenen Jahre mussten in diesen Hospizen Medikamente im Wert von rund 159.000 Euro vernichtet werden, obwohl deren Verfallsdatum nicht abgelaufen ist. Bezogen auf ganz NRW sind die Summen immens und dürften laut Caritas bei über 850.000 Euro liegen.

"Die Wegwerf-Vorschrift sichert allenfalls die Absatzmengen der pharmazeutischen Produkte, sie schützt aber nicht die Patienten", so Hensel. Es sei dringend erforderlich, die gesetzlichen Voraussetzungen zu schaffen, damit Ärzte unverbrauchte und ungeöffnete Medikamente weiter verordnen dürfen und die Verschwendung aufhöre.

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