Debatte um "Ehe für alle" geht weiter
Debatte um "Ehe für alle" geht weiter

12.07.2017

Evangelische Kirche uneins über "Ehe für alle" Geteilte Ansichten

Die "Ehe für alle" bleibt weiter in der Diskussion - auch konfessionsübergreifend. Denn offenbar sind die deutschen Protestanten trotz des zustimmenden Votums des Rates der EKD weiter uneins in Bezug auf die "Ehe für alle".

Bei der Abstimmung im Bundestag hätten "fast alle exponierten Protestanten" gegen die Gesetzesvorlage gestimmt, heißt es in einer Analyse der "Zeit"-Beilage "Christ & Welt".

Unterschiedliche Abstimmung im Bundestag

Bei der namentlichen Abstimmung votierten aus CDU und CSU außer Bundeskanzlerin Angela Merkel auch der Unions-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder, Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, der auch Mitglied der EKD-Synode ist, der Staatssekretär für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, der EKD-Ratsmitglied ist, gegen die "Ehe für alle", zudem die Abgeordneten Steffen Bilger, Volkmar Klein, Frank Heinrich und Elisabeth Motschmann.

Für das Gesetz stimmten nur die EKD-Synodalen Kerstin Griese (SPD) und Katrin Göring-Eckardt (Grüne) sowie der Abgeordnete Siegmund Ehrmann (SPD). Damit stellt sich laut der Zeitung die Frage, "ob der Rat der EKD noch für die evangelische Kirche spricht".

Bedeutung der Ehe nicht geschmälert

Der Rat der EKD hatte vor der Abstimmung erklärt, er begrüße, dass die Öffnung der Ehe auch für gleichgeschlechtlich liebende Menschen. Die Bedeutung der Ehe zwischen Mann und Frau werde dadurch "keineswegs geschmälert". Zur Frage der "Ausgestaltung eines rechtlichen Rahmens" gebe es in den evangelischen Landeskirchen wie in der weltweiten Kirche jedoch "unterschiedliche Auffassungen, die auch weiterhin ihre Berechtigung haben werden".

Dezidiert gegen die "Ehe für alle" hatte sich die konservative Deutsche Evangelische Allianz ausgesprochen, die im Rat der EKD durch Präses Michael Diener vertreten ist. Bei dem Vorhaben handele es sich um die "symbolische" Abschaffung des klassischen, aus Sicht der Antragsteller überholten Ehebegriffs, so die Allianz.

Nur in drei der 20 Landeskirchen der EKD ist eine Trauung für gleichgeschlechtliche Paare möglich. Die meisten anderen sehen eine Segnung solcher Paare vor, wobei es den Pastorinnen und Pastoren meist gestattet ist, diese aus "Gewissensgründen" an eine andere Gemeinde zu verweisen.

(KNA)

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