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Hochzeit
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05.03.2016

Warum die kirchliche Ehe doch noch "in" ist "Ja, ich will - mit Gottes Segen!"

Immer weniger Hochzeitspaare wagen sich für das Jawort vor den Altar. Während im Jahr 2010 noch 671 Ehen in Köln kirchlich geschlossen wurden, waren es 2014 nur noch 618. Ein neues Internetportal des Stadtdekanats will das ändern.

Sie schreitet in einem traumhaftweißen Brautkleid durch die mit Blumen geschmückte Kirche. Er wartet in einem schicken Smoking aufgeregt vor dem Altar auf sie. Dieses Klischee kommt vielen in den Sinn, wenn sie ans Heiraten denken. Doch die Realität sieht anders aus. Von gut 390.000 Eheschließungen in Deutschland im Jahr 2014 wurden lediglich rund 40.000 Ehen kirchlich (katholisch)  geschlossen, so die Deutsche Bischofskonferenz. Über die Jahre betrachtet nahm diese Zahl immer weiter ab - in den letzten zehn Jahren sogar um elf Prozent.

Dafür verantwortlich sind einerseits die vielen Kirchenaustritte - andererseits die traurige Tatsache, dass vielen Paaren der göttliche Segen nicht mehr so wichtig zu sein scheint wie noch vor ein paar Jahren. Um wieder mehr Paare für eine kirchliche Eheschließung zu begeistern und ihnen die Hintergründe einer sakramental geschlossenen Ehe aufzuzeigen, hat sich das katholische Stadtdekanat Köln etwas Besonderes einfallen lassen. In Kooperation mit dem Erzbistum Köln haben sie ein Internetportal entwickelt, das Heiratswilligen alle Informationen rund um eine kirchliche Trauung in Köln gibt: meinetraukirche.de heißt es.

Auf der Suche nach einer schützenden Hand

"Auch heute noch sind viele Paare auf der Suche nach einer Hand, die sie trägt und schützt", hat der Referent für Gemeindepastoral des Stadtdekanats Köln, Josef Schäfers, beobachtet. Gemeinsam mit einigen Theologen setzt er sich dafür ein, dass Paare diese tragende, schützende Hand wieder mehr in Gott finden. "Liebe ist immer ein Risiko. Als Kirche wollen wir die Menschen dazu aufrufen, dieses Risiko mit der Hilfe des Herrn gemeinsam einzugehen", erklärt er.

Gefunden hat dies schon das frisch vermählte Ehepaar Köster. Für Klaus und Anna war der sakramentale Charakter der kirchlichen Trauung am wichtigsten. "Obwohl wir uns als Paar das Sakrament der Ehe in der Kirche selbst gespendet haben, sind wir dadurch von Gott getragen", erzählt Klaus Köster. Und seine Frau Anna ergänzt, dass die kirchliche Trauung die Bedeutung ihrer Ehe gestärkt habe. Doch so viel Gottvertrauen wie Anna und Klaus und haben nicht alle Eheanwärter.

Um den Paaren einen soliden Boden für ihre Entscheidung zu einer kirchlichen Hochzeit zu geben, arbeiten die Initiatoren des Internetportals daran, ein wohliges Hochzeitsumfeld zu schaffen. Dafür haben sie sich auf großen Hochzeitsmessen und bei Hochzeitsplanern Anregungen geholt. Unter der Mitarbeit von Gemeindepfarrern und Diakonen hat Schäfers drei Kirchen in Köln ausgesucht, die sich besonders gut zum Heiraten eignen und wo ein entsprechendes Hochzeitsumfeld gegeben ist: St. Aposteln, St. Pantaleon und St. Engelbert. Dabei hat er bewusst auf die großen Kirchen in Köln, die sowieso schon jedem bekannt sind, verzichtet.

Drei ganz verschiedene Kirchen

Die drei ausgewählten Kirchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, wollen den verschiedenen Bedürfnissen der anspruchsvollen Hochzeitsgesellschaften entsprechen. So kommen Romantikliebhaber besonders in St. Pantaleon, der ältesten romanischen Kirche Kölns, auf ihre Kosten. Deren parkähnliche, traditionsreiche Klosteranlage eignet sich besonders in den Sommermonaten für Sektempfänge nach der Trauung und für märchenhafte Hochzeitsfotos. Wer es hingegeben lieber schlicht und modern mag, sollte sich in St. Engelbert trauen lassen. Obwohl der kreisförmige Zentralbau mit hoher parabelförmiger Kuppelhaube auf den ersten Blick von Außen wenig wie eine Kirche wirkt, ist die Atmosphäre in dem Gebäude durch die Einfachheit besonders. Auch die Liturgie in St. Engelbert ist durch die Größe des Gebäudes eher familiär gestaltet. Im Gegensatz dazu steht St. Aposteln, die zu den größten romanischen Kirchen in Köln gehört. In der dreischiffigen Basilika am Neumarkt finden über 700 Hochzeitsgäste Platz.

Diese drei Profilkirchen stellt das Portal meinetraukirche.de für Hochzeiten vor. So erhält der Besucher der Seite einen kurzen Einblick in die Geschichte der Gotteshäuser, erfährt, wie lange er im Voraus Kontakt zur Pfarrei aufnehmen muss, ob das Fotografieren und Filmen während der Messe erlaubt ist, ob die Kirche mit Blumenschmuck ausgestattet werden darf und wie die Parkmöglichkeiten für die Gäste vor Ort aussehen. Außerdem wird darauf hingewiesen, ob die Pfarrei einen Ehevorbereitungskurs anbietet.

Erste Erfolge

Optisch ist die Seite sehr aufwendig und liebevoll im pinken Hochzeitsdesign gestaltet und liefert praktische Tipps zur Hochzeitsplanung. So kann eine Checkliste heruntergeladen werden, die den Zeitplan mit Aufgaben bis zum großen Tag vorgibt. Auch können die angehenden Hochzeitspaare durch Videos die Erfahrungen von Neuverheirateten aus dem Stadtdekanat Köln erleben.

Das Portal ist ein guter Wegweiser für die Hochzeitsplanung in Köln, der nebenbei noch zeigt, dass die kirchliche Heirat mehr ist, als nur das schöne Gefühl der Braut, wenn sie zu sanften Orgelklängen zum Altar schreitet. Seitdem es Ende Januar online gegangen ist, gab es schon mehrere Paare, die für einen Hochzeitstermin in einer der drei Pfarreien angefragt haben. Zu denen sollen, wenn es nach Josef Schäfers geht, in Zukunft noch einige dazu kommen.

Julia Rosner
(DR)

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