Alois Glück und Kardinal Marx (r)
Alois Glück und Kardinal Marx (r)

26.06.2014

Bischöfe und Laien begrüßen Arbeitspapier zur Familiensynode "Fülle an Diskussionsstoff"

Die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken haben das Arbeitspapier für die Bischofssynode zur Situation der Familie begrüßt. Kardinal Marx dankte für die "Fülle an Diskussionsstoff".

In vielen Fragen seien Perspektiven und Aspekte aufgenommen, die sich auch in den von der Bischofskonferenz nach Rom gesandten Antworten auf die Familienumfrage gefunden hätten, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx. Teilweise würden sie bestätigt, teilweise durch  Beobachtungen aus anderen Ländern ergänzt. Das Arbeitspapier war am Donnerstag in Rom vorgestellt worden und gilt als Grundlage für die Generalversammlung, die im Oktober stattfinden wird.

Marx: Mehr als Wiederheirat

Gut nachvollziehbar würden in dem Papier verschiedenste Problemkreise genannt, die sich mit der Ehe- und Familienpastoral der Kirche verbinden. "Deutlich wird dabei, dass sich die Herausforderungen für die Ehe- und Familienpastoral - gerade in weltkirchlicher Perspektive - nicht auf die Themen 'Scheidung und Wiederheirat', 'Nichteheliche Lebensgemeinschaft' und 'Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften' reduzieren, auch wenn diese Themen nicht ausgespart bleiben", betonte Marx.

Insgesamt, so der Kardinal weiter, sei ein wichtiger Text entstanden, der Auskunft über Fragen der Ehe- und Familienpastoral weltweit gebe. "Von dieser globalen Perspektive kann die Kirche in Deutschland lernen", betonte Marx. Der Text lege indes Wert darauf, der Synode keine Beschlussvorlage, sondern vielmehr eine Fülle an Diskussionsstoff zu bieten.

ZdK: Papier zeigt wie groß die Krise weltweit ist

Als ehrliche Beratungsgrundlage bezeichnete ZdK-Präsident Alois Glück das Arbeitspapier. Es referiere in aller wünschenswerten Offenheit die Ergebnisse der weltweiten Umfrage zu Familienfragen und zeige auf, wie groß die Krise weltweit sei. "Es wird deutlich ausgesprochen, dass viele Christen - auch da, wo die Lehre der Kirche über Ehe und Familie bekannt ist - Schwierigkeiten haben, sie anzunehmen", sagte Glück. Klar benenne das Papier den Widerstand zum Beispiel im Hinblick auf die Geburtenkontrolle, Scheidung und Wiederheirat, Homosexualität, Zusammenleben, Treue und Empfängnisverhütung.

Ausdrücklich würdigte der Präsident des ZdK, dass sich das Arbeitspapier ausführlich mit der Frage des Sakramentenempfangs von geschiedenen Wiederverheirateten auseinandersetze: "Erneut zeigt sich, dass diese Fragestellung keinesfalls eine auf Europa beschränkte Problemstellung ist." Auf der Grundlage dieses Arbeitspapiers werde ein offener und ergebnisbezogener Dialog möglich, so Glück.

Der Vatikan hatte Anfang November 2013 zur Vorbereitung auf die Bischofssynode einen Fragekatalog zum Thema Familie, Ehe und Sexualität an die Ortskirchen weltweit versandt. Die 39 Fragen richteten sich an die Bischöfe, die gehalten waren, die Fragen bis an die Kirchenbasis weiterzugeben. Allein in Deutschland waren insgesamt rund 1.000 Seiten mit Stellungnahmen aus den Bistümern und Verbänden im Sekretariat der Bischofskonferenz eingegangen.

(KNA)

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