04.04.2013

Deutsche vertrauen Familie, nicht aber Politik und Kirche Noch viel zu tun

In Sachen Vertrauen setzen die Deutschen einer aktuellen Umfrage zufolge vor allem auf Familie, Freunde und den eigenen Partner. Dagegen ist ein Zutrauen in Politiker, Banken und die Kirchen gering.

Die am Donnerstag in Hamburg veröffentlichte Untersuchung der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen hat ergeben, dass 75 Prozent der Befragten der eigenen Familie, 61 Prozent ihren Freunden und 55 Prozent dem Partner vertrauen. Den Kirchen schenkt knapp jeder Zehnte (9 Prozent) sein Zutrauen. Am Ende der Glaubwürdigkeitsskala rangieren Gewerkschaften und Banken (je 5 Prozent), Politiker und Nutzeraussagen im Internet (je 3 Prozent) sowie Parteien und Firmenaussagen im Internet (je 1 Prozent). Im Mittelfeld bewegen sich Wissenschaft und Justiz (je 17 Prozent), Nachbarn (16 Prozent) und Kollegen (15 Prozent) schenkt etwa jeder Sechste bis Siebte sein Vertrauen, Non-Profit-Organisationen halten 13 Prozent für glaubwürdig. Für die repräsentative Studie wurden über 2.000 Personen ab 14 Jahren befragt.

Frauen vertrauen laut Studie etwas stärker der Familie und der Justiz sowie doppelt so häufig der Kirche. Männer äußerten mehr Zutrauen in die Partnerschaft, Wissenschaft und Kollegen und zweimal so oft in die Gewerkschaften. Unter 35-Jährige setzen ein überdurchschnittlich großes Vertrauen in Internet, Freunde und Familie. Bei den 35- bis 54-Jährigen genießen Partner und Gewerkschaften einen Vertrauensbonus. Bei den über 55-Jährigen sind es dagegen die Nachbarn, die Kirche sowie das Gerichtswesen.

Mehr Vertrauen durch Bildung

Höhergebildete haben laut der Untersuchung generell ein ausgeprägteres Vertrauen. Dies sei etwa in Bezug auf Wissenschaft, Kollegen oder Politiker rund dreimal höher als bei formal Niedriggebildeten. Bei diesen sei lediglich das Vertrauen in Kirche, Nachbarn und Banken stärker.

Die Konzentration der Bundesbürger auf das private Umfeld führt der Wissenschaftliche Leiter der BAT-Stiftung, Ulrich Reinhardt, auf die Suche nach Beständigkeit in schnelllebigen und unsicheren Zeiten zurück. "Unternehmen, Parteien und Einrichtungen hingegen wird unterstellt, in erster Linie am eigenen Vorteil interessiert zu sein und die Erwartungen des Bürgers oftmals zu enttäuschen." Politiker wie Manager sollten stärker berücksichtigen, dass Vertrauen ein soziales Kapital darstelle, das unbezahlbar für Akzeptanz und Erfolg ist. Daher sollte offener, verlässlicher und ehrlicher agiert werden, da nur Transparenz Vertrauen schaffe, hieß es.

(epd)

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