Maria Nyman, neue Generalsekretärin von Caritas Europa, bei einem Workshop
Maria Nyman, neue Generalsekretärin von Caritas Europa, bei einem Workshop
Maria Nyman, in ihrem Büro in Brüssel
Maria Nyman, in ihrem Büro in Brüssel
Maria Nyman bei einer Kampagne für Migranten
Maria Nyman bei einer Kampagne für Migranten

24.09.2019

Neues Gesicht bei Caritas Europa "Dank Caritas habe ich morgen Hoffnung"

Voneinander lernen und stark zusammen gegen Armut und Ausgrenzung eintreten. Caritas Europa verbindet 49 Mitgliedsorganisationen aus 46 Ländern - seit Juni mit einer neuen Chefin.

Wer durch die Straßen im EU-Viertel geht, sieht Schilder von Google, Facebook und anderen großen Firmen an den gläsernen Eingängen der Hochhäuser. Etwas versteckt in der Rue de la Charite, übersetzt Barmherzigkeitsstraße, hängt das Schild von "Caritas Europa". Die Sozialorganisation verfolgt politische Entscheidungen in Brüssel. Seit 1. Juni hat Caritas Europa eine neue Chefin: die schwedische Generalsekretärin Maria Nyman.

"In meiner neuen Rolle kommen alle meine Interessen und Erfahrungen zusammen", sagt die zierliche blonde Frau lächelnd. "Schon seit ich ein junges Mädchen war, habe ich mich in der Kirche und christlichen Organisationen engagiert." Als Katholikin gehörte sie zu einer Minderheit in Schweden. Vielleicht ein Grund, warum der Glaube der wichtigste Teil ihrer Identität wurde, wie sie selbst sagt.

Nyman spezialisierte sich auf Asylpolitik und Menschenrechte

Als Jura-Studentin gehörte Nyman der örtlichen Caritas in ihrer Pfarrei in Uppsala an. Nach den ersten Studienjahren absolvierte sie einen mehrmonatigen Freiwilligendienst in einem Kinderheim in Sri Lanka und in einem Mutter-Teresa-Hospiz für arme Familien im indischen Kalkutta.

Die Liebe führte Nyman nach Belgien. Dort spezialisierte sie sich auf EU-Asylpolitik und Menschenrechte. Anschließend begann sie als Fachreferentin beim Dachverband Europäisches Behindertenforum (EDF). 2012 wechselte sie als Direktorin zur Organisation "Geistige Gesundheit Europa". Dort setzte sie sich unter anderem für die Inklusion von Menschen mit psychosozialen Beeinträchtigungen ein.

Nyman freut sich, dass der Glaube nun auch einen Platz in ihrem Berufsleben hat. "Auch vorher habe ich mich bei meiner Arbeit schon für Menschen am Rand der Gesellschaft eingesetzt, aber die Organisationen waren konfessionslos", sagt sie. In ihrer Freizeit engagiert sich die Mutter von fünf Kindern in ihrer Gemeinde nahe Brüssel und betreut Seminaristen.

Sie ist begeistert über die Hingabe der Caritas-Mitarbeiter

Insgesamt vertritt Nyman bei Caritas Europa 49 Mitgliedsorganisationen aus 46 Ländern; auch aus Nicht-EU-Staaten wie der Ukraine oder der Türkei. Inhaltlich will sie auch die Folgen des Klimawandels stärker in den Fokus rücken, da er direkten Einfluss auf alle prioritären Arbeitsfelder der Organisation habe: Migration, internationale Entwicklung, humanitäre Hilfe, soziale Gerechtigkeit.

Weitere Prioritäten sind Jugend und Frauen. In den ersten Monaten hat sie besonders begeistert, mit wie viel Hingabe sich die Mitarbeiter vor Ort einsetzen, um Kranken, Armen und Alleingelassenen Hoffnung zu geben.

"Beim Besuch unserer Organisation in der Ukraine hatte ich ein Schlüsselerlebnis", erzählt sie. Sie habe einen Mitarbeiter begleitet, der einen Behinderten besuchte, der nicht mehr allein aus dem Bett aufstehen konnte und keine staatliche Unterstützung erhielt. "'Dank Caritas habe ich morgen Hoffnung', sagte dieser Mann zu mir", erzählt die neue Generalsekretärin berührt. "Für mich hat dieser Satz unsere ganze Mission zusammengefasst", so Nyman. "Wenn wir da sein können, um Hoffnung zu geben, erfüllen wir unsere Aufgabe in der Gesellschaft."

Zwölf Mitglieder hat sie bereits besucht. In den kommenden vier Jahren will sie bei allen 49 Organisationen gewesen sein. Mitte Oktober kommt sie zu Caritas Deutschland in Berlin.

Von Franziska Broich

(KNA)

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