Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken
Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken
BONI-Bus des Bonifatiuswerks
Bonifatiuswerk

12.01.2019

Bonifatiuswerk im Dienst einer vielfältigen Diaspora Gott einen Ort sichern

Sein 170-jähriges Bestehen begeht das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken in diesem Jahr. Als die Gründer 1849 den damaligen Missionsverein für Deutschland ins Leben riefen, setzten sie sich das Ziel, das Evangelium in die Welt zu tragen.

Außerdem wollten sie die Katholiken, die ihren Glauben in einer extremen Minderheitensituation leben, unterstützen. Diesem Auftrag sehen sich die Gremien, Mitarbeiter und Spender des Hilfswerkes bis heute verpflichtet. "Für uns ist der christliche Glaube sinnstiftend und zukunftsweisend für ein gelingendes und erfülltes Leben. Seine "Frohe Botschaft" ist unser Mittelpunkt und zugleich unser Ansporn, eine zunehmend säkularisierte Gesellschaft aus christlichem Geist mitzugestalten", heißt es am Sitz des Bonifatiuswerks in Paderborn.

Zum 170-Jahr-Jubiläum können Projekte in der deutschen, nordeuropäischen und der baltischen Diaspora mit insgesamt 14 Millionen Euro unterstützt werden. Einen Schwerpunkt der Förderung bildet die Kinder- und Jugendhilfe. Mit mehr als zwei Millionen Euro werden u.a. Kindertageseinrichtungen in Ostdeutschland, Religiöse Kinderwochen und bundesweite Projekte der Kinder- und Jugendpastoral gefördert. Geplant ist zudem ein Evaluierungsprozess zur Förderung der Religiösen Kinderwochen.

Dem Hilfswerkt macht es Freude, den eigenen Glauben zu leben

Neben dem diakonischen Einsatz und der tatkräftigen Hilfe auch in Notsituationen, so wird in Paderborn betont, "macht es uns als 'Hilfswerk für den Glauben' - trotz der gegenwärtigen und belastenden Situation unserer Kirche - Freude, den eigenen Glauben zu leben, von ihm zu erzählen, ihn vorzuschlagen und zu vertiefen". Das Jubiläum werde aber auch zum Anlass genommen, um zurück- und nach vorne zu blicken. Zudem gelte der Dank für die Großzügigkeit den Spender und Förderern. "Ohne diese wäre der Einsatz für die Diaspora nicht möglich", sagte Generalsekretär Msgr. Georg Austen.

In Anbetracht der gesellschaftlichen und kirchlichen Veränderungen sieht sich das Bonifatiuswerk im Dienst einer vielfältigen Diaspora. Aufgabe sei es, mit- und voneinander zu lernen, wie Christsein heute aussehen könne, ist sich Austen sicher. Eine Antwort darauf soll die Verleihung des "Bonifatiuspreises für missionarisches Handeln in Deutschland" geben. Prämiert werden die innovativsten Projekte aus katholischen Gemeinden, Institutionen, Schulen und Einrichtungen, die aktiv Zeugnis ihres Glaubens geben.

Gerade mit Blick auf Kinder und Jugendliche kommt aus Sicht des Diasporahilfswerks der Frage nach der Prägung durch Religion und Glauben eine besondere Bedeutung zu. Das ZDF überträgt in diesem Kontext am 25. August einen Gottesdienst des Bonifatiuswerkes aus dem Tierpark Karlsruhe. Mit Blick auf den "Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung" sollen Kinder für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung sensibilisiert werden.

Diaspora-Aktion will Blick auf Situation der Christen lenken

Die Diaspora-Aktion im November will den Blick auf die Situation der Christen lenken, die sich in nahezu allen Ländern Europas dramatisch verändert hat. Christen leben heute vielerorts als Minderheit unter anders- oder nichtglaubenden Mitbürgern. "Die Diaspora-Aktion unter dem Leitwort 'Werde Glaubensstifter' ist für uns eine zentrale Aktion, mit der wir Gott einen Ort sichern und dem Glauben an Gott Räume öffnen möchten", erklärt Austen. Der bundesweite Diaspora-Sonntag wird am 17. November begangen.

Zum Jahresende will sich das Bonifatiuswerk unter dem Motto "Echt gut" mit seiner Aktion "Weihnachtsmannfreie Zone" zum Nikolaustag wieder dafür einsetzen, den heiligen Nikolaus als Freund der Kinder und Helfer von Menschen in Not ins Bewusstsein zu bringen. Er verkörpere Werte wie Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Respekt - Werte, die wir als Christen in die Gesellschaft tragen.

(KNA)

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