Bistum Hildesheim veröffentlicht Geschäftsbericht

Haushaltsplus von 12,4 Millionen Euro

Am Ende bleibt ein Plus stehen: Das Bistum Hildesheim hat das Corona-Jahr 2020 mit einem Haushaltsüberschuss von 12,4 Millionen Euro abgeschlossen. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Geschäftsbericht der Diözese hervor.

Hildesheimer Dom (KNA)
Hildesheimer Dom / ( KNA )

Der Überschuss fällt damit um gut 17,3 Millionen Euro geringer aus als im Jahr 2019. Anfang des Jahres hatte die Diözese noch mit einem Defizit aufgrund der Corona-Krise gerechnet. Das Minus bei den Kirchensteuereinnahmen ist jedoch laut Bistum mit etwa 3,7 Prozent geringer ausgefallen als befürchtet. Sie beliefen sich im vergangenen Jahr auf 181,4 Millionen Euro brutto; 2019 waren es 188,3 Millionen Euro.

Vorsichtige Planung

Durch die Unsicherheit bei der Entwicklung der Kirchensteuereinnahmen sei auch in den kommenden Jahren eine vorsichtige Planung geboten, heißt es in dem von Generalvikar Martin Wilk und Finanzdirektorin Anja Terhorst unterzeichneten Bericht. Die finanzielle Situation des Bistums mache Sparmaßnahmen in den kommenden Jahren nötig.

Die Diözese mit ihren knapp 570.000 Katholiken zwischen Harz und Nordsee hatte bereits in den vergangenen Jahren zahlreiche Kürzungen beschlossen. In den nächsten 10 bis 15 Jahren will sie etwa die Hälfte ihrer rund 1.400 Gebäude aufgeben.

Zuwachs beim Gesamtvermögen

Durch das positive Ergebnis hat sich das Gesamtvermögen des Bistums dem Geschäftsbericht zufolge von 438,3 Millionen Euro im Jahr 2019 auf 466,8 Millionen Euro erhöht. Das Bilanzvolumen des Bischöflichen Stuhls habe sich von 156,5 Millionen Euro auf 151 Millionen Euro reduziert. Dabei handelt es sich laut Angaben um eine eigene Körperschaft, zu deren Vermögen etwa die Hälfte der Grundstücke und Gebäude zählt, die von Kirchengemeinden des Bistums genutzt werden. 

Bistum Hildesheim

Hildesheimer Dom / © Daniel Pilar (KNA)
Hildesheimer Dom / © Daniel Pilar ( KNA )

Zur Diözese Hildesheim zählen rund 538.000 Katholiken im östlichen Niedersachsen und im Norden Bremens. Das rund 30.000 Quadratkilometer große Bistum reicht von der Nordseeküste bis zu den südlichen Ausläufern des Harzes bei Göttingen und Duderstadt. Die Katholiken bilden im Bistum in fast allen Regionen der Diözese eine Minderheit (Diaspora).

Es zählt 119 Kirchengemeinden in 17 Dekanaten. Heiner Wilmer ist der 71. Bischof des Bistums. Er folgt auf Bischof Norbert Trelle, dessen altersbedingten Rücktritt Papst Franziskus am 9. September 2017 annahm.

Quelle:
KNA