Wird zurzeit renoviert: die St. Hedwigs-Kathedrale in Berlin
Sankt-Hedwigs-Kathedrale
Bodenöffnung in die Unterkirche der Kathedrale Sankt Hedwig
Bodenöffnung in die Unterkirche der Kathedrale Sankt Hedwig

17.03.2020

Landgericht Berlin verhandelt über Klage gegen Kathedralumbau Erneuter Prozess

Mit dem umstrittenen Umbau der Berliner Sankt-Hedwigs-Kathedrale befasst sich am Dienstag das Landgericht Berlin. Künstler, die um 1960 an der künstlerischen Ausgestaltung der Kathedrale beteiligt waren, oder deren Rechtsnachfolgern haben geklagt.

Mit ihren Urheberrechtsklagen wollen die Künstler die Umgestaltung des Innenraums verhindern. Das Erzbistum Berlin sprach sich in einer Pressemitteilung dafür aus, "dass deren Ansprüche rasch geklärt werden". Der Neugestaltung werde das "nicht entgegenstehen".

Vor dem Verwaltungsgericht Berlin hatten die Kläger im Januar 2019 keinen Erfolg. Es wies zwei Klagen von ihnen mit der Begründung ab, sie hätten im Bereich des öffentlichen Rechts kein Klagerecht. Eine Verhandlung vor dem Landgericht Berlin, das in Urheberrechtsfragen entscheidet, war bereits im vergangenen Oktober vorgesehen. Das Gericht verschob sie jedoch aus "dienstlichen Gründen" um ein halbes Jahr.

Umbau vor mehr als drei Jahren beschlossen

Der Berliner Erzbischof Heiner Koch hatte den mit einer Sanierung verbundenen Umbau des Kathedralinnern vor mehr als drei Jahren beschlossen. Zuvor hatte er dazu Experten-Symposien veranstaltet und Voten aller Gremien des Erzbistums eingeholt, die dem Projekt zustimmten. Mit einem Architekten-Wettbewerb eingeleitet hatte das Vorhaben noch Kochs Amtsvorgänger, Rainer Maria Kardinal Woelki, bevor er Erzbischof von Köln wurde.

Denkmalpfleger und Kritiker im Erzbistum wenden sich vor allem dagegen, dass die zentrale Bodenöffnung mit einer Treppe zur Unterkirche beseitigt wird. Der Architekt Hans Schwippert (1899-1973) hatte sie beim Wiederaufbau der Kirche nach 1945 unter Mitarbeit von Künstlern aus Ost- und Westdeutschland angelegt. Bei der Umgestaltung wird der Altar ins Zentrum der Rundkirche gerückt, um nach Angaben des Erzbistums Berlin besser nach den gegenwärtigen kirchlichen Vorgaben Gottesdienste feiern zu können. Für den bis 2023 geplanten Umbau ist die Kathedrale seit eineinhalb Jahr geschlossen.

60 Millionen Euro Umbaukosten

Die Umbaukosten beziffert das Erzbistum einschließlich des benachbarten Bernhard-Lichtenberg-Hauses auf rund 60 Millionen Euro. Finanziert wird das Projekt mit jeweils 20 Millionen Euro vom Erzbistum und den anderen deutschen Bistümern. Zwölf Millionen Euro sind vom Bund und acht Millionen Euro vom Land Berlin zugesichert.

(KNA)

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